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Einflussfaktoren auf die Inzidenz des postoperativen Delirs unter Berücksichtigung der intraoperativen Lagerung

dc.contributor.advisorWittmann, Maria
dc.contributor.authorHering, Theresa Elisabeth
dc.date.accessioned2026-04-08T08:56:49Z
dc.date.available2026-04-08T08:56:49Z
dc.date.issued08.04.2026
dc.identifier.urihttps://hdl.handle.net/20.500.11811/14082
dc.description.abstractEinleitung:
Das postoperative Delir (POD) ist eine häufige Komplikation bei älteren Patienten. Im Rahmen dieser prospektiven Studie wurde der mögliche Einfluss der intraoperativen Lagerung auf die Inzidenz des POD untersucht.
Methoden:
Eingeschlossen wurden 760 Patienten im Alter von ≥ 60 Jahren, bei denen ein elektiver Eingriff in Bauch- oder Rückenlage geplant war. Primärer Endpunkt war die Inzidenz des POD in den ersten fünf Tagen nach der Operation, diagnostiziert mittels 3D-Confusion Assessment Method (3-D CAM) oder Confusion Assessment Method for Intensive Care Unit (CAM-ICU). Die präoperativen Untersuchungen umfassten die Einstufung des anästhesiologischen Risikos anhand der American Society of Anesthesiologists (ASA)- und der kardiologischen Belastbarkeit anhand der New York Heart Association (NYHA)-Klassifikation sowie kurze Screenings zur kognitiven Leistungsfähigkeit (modifizierter Montreal Cognitive Assessment (MoCA)) und zur Selbstversorgungsfähigkeit der Patienten.
Ergebnisse:
Die Inzidenz des POD unterschied sich nicht signifikant zwischen Patienten nach Operationen in Bauch- und Rückenlage (7,6 % gegenüber 5,5 %; p = 0,31), und die logistische Regressionsanalyse ergab keinen Zusammenhang zwischen der intraoperativen Bauchlage und dem POD (Odds Ratio 1,42 (95 % KI 0,68–2,92; p = 0,342). Die Gesamtinzidenz des POD betrug 6,1 % und stand im Zusammenhang mit einem höheren Alter (81,5 (KI 76,2–84,8) gegenüber 72,0 (KI 67,0–79,0) Jahren; p < 0,01), höheren Narkoserisiken und reduzierter kardialer Belastbarkeit, niedrigeren präoperativen modifizierten MoCA-Werten, verminderter Selbstständigkeit bei der Körperpflege (jeweils p < 0,001) sowie längeren Operationszeiten (107,0 (KI 73,0–173,0) vs. 85,0 (KI 60,0–130,0) Minuten; p < 0,01). Ein POD führte zu einer längeren Krankenhausverweildauer (14,5 (KI 9,0–27,0) gegenüber 7,0 (KI 4,0–9,0) Tagen; p < 0,001) und einer erhöhten Mortalität (13,0 % gegenüber 1,7 %; p < 0,001).
Zusammenfassung:
Es bestand kein signifikanter Zusammenhang zwischen der intraoperativen Bauchlagerung und dem POD bei Patienten im Alter von ≥ 60 Jahren. Auch die Krankenhausverweildauer sowie die Mortalität unterschieden sich nicht bei Patienten nach Operationen in Bauch- bzw. Rückenlage.
de
dc.language.isodeu
dc.rightsIn Copyright
dc.rights.urihttp://rightsstatements.org/vocab/InC/1.0/
dc.subjectPotsoperatives Delir
dc.subjectBauchlagerung
dc.subjectRisikofaktoren
dc.subject.ddc610 Medizin, Gesundheit
dc.titleEinflussfaktoren auf die Inzidenz des postoperativen Delirs unter Berücksichtigung der intraoperativen Lagerung
dc.typeDissertation oder Habilitation
dc.publisher.nameUniversitäts- und Landesbibliothek Bonn
dc.publisher.locationBonn
dc.rights.accessRightsopenAccess
dc.identifier.urnhttps://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5-89543
dc.relation.doihttps://doi.org/10.1007/s00101-023-01371-4
ulbbn.pubtypeErstveröffentlichung
ulbbnediss.affiliation.nameRheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
ulbbnediss.affiliation.locationBonn
ulbbnediss.thesis.levelDissertation
ulbbnediss.dissID8954
ulbbnediss.date.accepted24.03.2026
ulbbnediss.instituteMedizinische Fakultät / Kliniken : Klinik für Anästhesiologie und Operative Intensivmedizin
ulbbnediss.fakultaetMedizinische Fakultät
dc.contributor.coRefereeWilsmann-Theis, Dagmar
ulbbnediss.contributor.orcidhttps://orcid.org/0009-0004-0959-5466


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