Weiss, Charlotte Sophia: Frühe palliativmedizinische Zusatzversorgung für Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz. - Bonn, 2026. - Dissertation, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn.
Online-Ausgabe in bonndoc: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5-89526
@phdthesis{handle:20.500.11811/14086,
urn: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5-89526,
author = {{Charlotte Sophia Weiss}},
title = {Frühe palliativmedizinische Zusatzversorgung für Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz},
school = {Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn},
year = 2026,
month = apr,

note = {Patient*innen mit chronischer Herzinsuffizienz werden mit fortschreitender Erkrankungsdauer häufig aufgrund von kardialen Dekompensation stationär aufgenommen. Herzinsuffizienz ist damit der häufigste Grund für stationäre Aufnahmen in Deutschland. Dies geht mit einer eingeschränkten Prognose und Lebensqualität für den Betroffenen einher. Führende Symptome bei Aufnahme sind zum Beispiel Dyspnoe und/oder Flüssigkeitsretention auf dem Boden der kardialen Funktionsstörung, die mittels einer Vielzahl effektiver Angriffspunkte stadiengerecht, leitliniengerechten und krankheitsspezifischen behandelt werden können.
Um die heute verfügbare Vielzahl von Aspekten und Therapieoptionen bei Herzinsuffizienz umfassend individuell zu prüfen und umzusetzen, wurde eine "Checkliste Herzinsuffizienz" entworfen, die es mittelfristig Fach- und Hausärzten, unterstützt durch nicht-ärztliches Personal, ermöglichen soll, Patienten mit Herzinsuffizienz leitliniengerecht zu behandeln.
Bis jetzt gibt es eine derartige Checkliste in Deutschland nicht. Sollte mit der Checkliste eine optimierte Behandlung dieser Patienten erreicht werden, ist eine Reduktion der Einweisung z. B. aufgrund einer kardialen Dekompensation zu erwarten. Ziel dieser Arbeit ist deshalb die Evaluation der entworfenen Checkliste in Kombination mit einem Aktionsplan, der der Patientenedukation bezüglich der täglichen Symptomkontrolle zu Hause dient, zu prüfen.
Dafür werden die 50 Patient*innen in der Interventionsgruppe über Symptomkontrolle im häuslichen Setting mit Hilfe des Aktionsplans zu Beginn der zwölfmonatigen Studie aufgeklärt. Im Verlauf finden die ohnehin quartalsweise durchgeführten Studienvisiten in der kardiologischen Ambulanz der Uniklinik Bonn statt, bei denen dann die Therapie anhand der Checkliste geprüft wird. Die Mitglieder der Kontrollgruppe erhalten keine Intervention (Aktionsplan und Checkliste) zusätzlich zu ihren normalen Follow-Ups in der Ambulanz. Endpunkte nach Ablauf der zwölf Monate sind Symptomlast im Sinne der NYHA Klassifikation und stationäre Krankenhausaufenthalte aufgrund von kardialer Dekompensation während der Studienlaufzeit und Umfang der leitliniengerechten Medikation.
Es ist zu erwarten, dass die Checkliste verschiedene Faktoren, die zu einem stationären Aufenthalt aufgrund gesteigerter Symptomlast führen, aufdecken kann und eine Abweichung von der jeweiligen patientenbezogen Norm mit der Symptomlast und einem stationären Aufenthalt korreliert. Der Einsatz des Aktionsplans führt vermutlich dazu, dass Patient*innen eine Verschlechterung von Symptomen wie Dyspnoe, Leistungsminderung und Flüssigkeitsretention frühzeitiger erkennen, was dann eine Optimierung der Behandlung (z.B. Intensivierung der Diuretikatherapie bei drohender Überwässerung) im ambulanten Rahmen ermöglicht. Dies würde bedeuten, dass bei Patient*innen durch den Einsatz der Checkliste und des Aktionsplans Herzinsuffizienz während den quartalsweise stattfindenden kardiologischen Kontrollen einen Vorteil auf den Umfang der Therapie mit Reduktion stationärer Krankenhausaufenthalte zur Folge hat. Dies wird in dieser prospektiven, monozentrischen, randomisierten Kontrollestudie untersucht.},

url = {https://hdl.handle.net/20.500.11811/14086}
}

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