Knülle, Niko: Durchführbarkeit einer multi-sensorischen Stimulation auf der Intensivstation zur Vermeidung von postoperativem Delir bei älteren Menschen : DREAM. - Bonn, 2026. - Dissertation, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn.
Online-Ausgabe in bonndoc: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5-90227
Online-Ausgabe in bonndoc: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5-90227
@phdthesis{handle:20.500.11811/14170,
urn: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5-90227,
author = {{Niko Knülle}},
title = {Durchführbarkeit einer multi-sensorischen Stimulation auf der Intensivstation zur Vermeidung von postoperativem Delir bei älteren Menschen : DREAM},
school = {Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn},
year = 2026,
month = may,
note = {Das postoperative Delir (POD) stellt insbesondere bei älteren Patienten nach herzchirurgischen Eingriffen eine häufige und klinisch relevante Komplikation dar. Bei fehlender effektiver pharmakologischer Therapie gewinnen zunehmend Alternativen an Bedeutung. Ziel der vorliegenden DREAM-Studie war es, die Durchführbarkeit einer multisensorischen Stimulation (MSS) auf einer herzchirurgischen Intensivstation zu untersuchen und mögliche Effekte auf Wohlbefinden, Patientenzufriedenheit und Delirsymptome zu erfassen.
In die monozentrische Feasibility-Studie wurden zwischen Juni und Dezember 2022 insgesamt 50 Patienten über 65 Jahre nach elektiven herzchirurgischen Eingriffen eingeschlossen. Die MSS wurde innerhalb der ersten 72 postoperativen Stunden durchgeführt und umfasste visuelle sowie akustische Reize mittels Lichtprojektionen, LED-Elementen und Musik. Vor und nach der Anwendung erfolgten die Erhebung des CAM-ICU, des RASS-Scores, der Vitalparameter sowie die Befragung der Patienten und des Pflegepersonals anhand standardisierter Fragebögen.
Die durchschnittliche Anwendungsdauer betrug 32,1 ± 10,5 Minuten. Die Mehrheit der Patienten berichtete nach der MSS über eine verbesserte Entspannung, bessere Stimmung sowie ein gesteigertes Ruhe- und Wohlbefinden. 74 % der Patienten fühlten sich nach der Anwendung ruhiger und entspannter. Alle befragten Pflegekräfte bewerteten die MSS positiv und befürworteten eine häufigere Anwendung auf Intensivstationen. Bei 18 % der Patienten lag initial ein postoperatives Delir vor. Einzelne delirante Patienten zeigten nach der MSS Verbesserungen im CAM-ICU, RASS-Score und der Kommunikationsfähigkeit. Signifikante Veränderungen der Vitalparameter konnten nicht nachgewiesen werden.
Die Ergebnisse zeigen, dass die multisensorische Stimulation auf einer herzchirurgischen Intensivstation praktikabel durchführbar ist und von Patienten sowie Pflegepersonal positiv wahrgenommen wird. Hinweise auf einen möglichen positiven Einfluss auf Delirsymptome sollten in größeren kontrollierten Studien weiter untersucht werden.},
url = {https://hdl.handle.net/20.500.11811/14170}
}
urn: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5-90227,
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In die monozentrische Feasibility-Studie wurden zwischen Juni und Dezember 2022 insgesamt 50 Patienten über 65 Jahre nach elektiven herzchirurgischen Eingriffen eingeschlossen. Die MSS wurde innerhalb der ersten 72 postoperativen Stunden durchgeführt und umfasste visuelle sowie akustische Reize mittels Lichtprojektionen, LED-Elementen und Musik. Vor und nach der Anwendung erfolgten die Erhebung des CAM-ICU, des RASS-Scores, der Vitalparameter sowie die Befragung der Patienten und des Pflegepersonals anhand standardisierter Fragebögen.
Die durchschnittliche Anwendungsdauer betrug 32,1 ± 10,5 Minuten. Die Mehrheit der Patienten berichtete nach der MSS über eine verbesserte Entspannung, bessere Stimmung sowie ein gesteigertes Ruhe- und Wohlbefinden. 74 % der Patienten fühlten sich nach der Anwendung ruhiger und entspannter. Alle befragten Pflegekräfte bewerteten die MSS positiv und befürworteten eine häufigere Anwendung auf Intensivstationen. Bei 18 % der Patienten lag initial ein postoperatives Delir vor. Einzelne delirante Patienten zeigten nach der MSS Verbesserungen im CAM-ICU, RASS-Score und der Kommunikationsfähigkeit. Signifikante Veränderungen der Vitalparameter konnten nicht nachgewiesen werden.
Die Ergebnisse zeigen, dass die multisensorische Stimulation auf einer herzchirurgischen Intensivstation praktikabel durchführbar ist und von Patienten sowie Pflegepersonal positiv wahrgenommen wird. Hinweise auf einen möglichen positiven Einfluss auf Delirsymptome sollten in größeren kontrollierten Studien weiter untersucht werden.},
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