Busse, Linda Carmen: Neonatales Entzugssyndrom : Einfluß der mütterlichen Substitutionsbehandlung auf die nachgeburtliche Therapiepflichtigkeit beim Neugeborenen. - Bonn, 2005. - Dissertation, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn.
Online-Ausgabe in bonndoc: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5m-06099
@phdthesis{handle:20.500.11811/2217,
urn: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5m-06099,
author = {{Linda Carmen Busse}},
title = {Neonatales Entzugssyndrom : Einfluß der mütterlichen Substitutionsbehandlung auf die nachgeburtliche Therapiepflichtigkeit beim Neugeborenen},
school = {Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn},
year = 2005,
note = {Einleitung: Maternaler Drogenabusus (DA) durch Heroin, Kokain oder Methadon führt über einen transplazentaren Stoffaustausch zur Abhängigkeit des Feten. Durch die postnatale Drogenabstinenz entwickeln 75% der Neugeborenen ein behandlungsbedürftiges NES.
Ziel: Es wurde der Einfluß des maternalen DA nach Art des Drogenabusus und Intensität der Substitutionsbehandlung auf die Schwere des NES untersucht. Die Therapie des NES mit Morphin (Tintura opii) versus Somsanit wurde verglichen.
Methodik: Die Stichprobe umfasste 57 Neugeborene von 56 drogenabhängigen Müttern, die im Zeitraum von 01.01.95 bis 30.08.2001 im Perinatalzentrum des Universitätsklinikums Bonn betreut wurden. Die Neugeborene wurden in 4 Gruppen eingeteilt: I keine Therapie, II Morphintherapie, III Somsanittherapie und IV Therapie mit Morphin und Somsanit. Das NES wurde quantitativ und qualitativ durch Erhebung des Finnegan-Scores ermittelt. Die Nachuntersuchung erfolgte mit dem Griffith-Test.
Ergebnisse: Qualität und Quantität sind nicht signifikant korreliert mit der Art des mütterlichen Drogenkonsums. Bei Frühgeborenen und Kindern, deren Mütter Kokain konsumiert haben, erscheint jedoch das NES schwächer ausgeprägt, als bei alleinigem Opiatabusus. Unter Methadonsubstitution korreliert die Höhe der mütterlichen Substitutionsdosis mit der Therapieintensität und der Therapiedauer des NES. Die Nebenwirkungen der Somsanittherapie waren eine metabolische Alkalose und Krampfanfälle. Der längeren Therapiedauer und Aufenthaltsdauer bei der Morphintherapie stehen ein höheres Entlassungsgewicht und ein größerer prozentualer Gewichts- und Längenzuwachs pro Tag gegenüber.
Schlussfolgerung: Ein frühzeitige Einbindung der drogenabhängigen Schwangeren in das Methadonprogramm, verbunden mit der Reduzierung und Fraktionierung der mütterlichen Methadondosis hat eine wesentliche Bedeutung für die Therapieintensität bei NES. Bei der Behandlung des NES hat sich die Somsanittherapie gegenüber der konventionellen Morphintherapie nicht als vorteilhafter erwiesen.},

url = {http://hdl.handle.net/20.500.11811/2217}
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