Pinsdorf, Ursula-Martina: Der Einfluss von Raloxifen und Hormonersatztherapie auf Serummarker des Cholesterinmetabolismus bei postmenopausalen Frauen. - Bonn, 2005. - Dissertation, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn.
Online-Ausgabe in bonndoc: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5M-06295
@phdthesis{handle:20.500.11811/2224,
urn: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5M-06295,
author = {{Ursula-Martina Pinsdorf}},
title = {Der Einfluss von Raloxifen und Hormonersatztherapie auf Serummarker des Cholesterinmetabolismus bei postmenopausalen Frauen},
school = {Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn},
year = 2005,
note = {In dieser Studie wurde der Einfluß von Raloxifen und Hormonersatztherapie auf endogene Serummarker des Cholesterinmetabolismus, insbesondere auf einen Surrogatmarker des zerebralen Cholesterinstoffwechsels, das 24S-Hydroxycholesterin, untersucht.
In einer randomisierten, doppelblind-plazebokontrollierten Untersuchung erhielten 95 nicht hysterektomierte, frühpostmenopausale Frauen entweder Plazebo, 60 mg Raloxifen, 150 mg Raloxifen oder eine Hormonersatztherapie mit 0,625 mg konjugierten equinen Östrogenen kombiniert mit 2,5 mg Medroxyprogesteronacetat. Nüchternblutproben wurden unmittelbar vor Studienbeginn als Basismessung sowie im Studienverlauf nach 6, 12 und 24 Monaten zur Analyse entnommen. Bestimmt wurden neben dem Gesamtcholesterin die Cholesterinvorstufen Lathosterin, Lanosterin und Desmosterin, die Abbauprodukte Cholestanol, 24S- und 27-Hydroxycholesterin, sowie die pflanzlichen Sterine Campesterin und Sitosterin mittels hochsensitiver und -selektiver Gaschromatographie-Massenspektrometrie. Die Analyse erfolgte retrospektiv an Serumproben, die bei -70°C asserviert waren. Die Daten von 71 Frauen konnten letztlich ausgewertet werden (Plazebo: n = 20, Raloxifen 60mg: n = 21, Raloxifen 150 mg: n = 16 und Hormonersatztherapie: n = 14).
Nach zweijähriger Behandlung waren unter 150 mg Raloxifen die Serumcholesterinkonzentrationen signifikant um 10% (p = 0,002) gesenkt. Die Ratio von Lathosterin zu Cholesterin, einem Surrogatmarker für die endogene Gesamtkörpercholesterinsynthese, stieg in allen Therapiegruppen signifikant an. In der Raloxifen 60 mg Therapiegruppe zeigte sich allerdings in der Varianzanalyse im Vergleich zur Plazebogruppe kein signifikanter Unterschied. In der Raloxifen 150 mg und der Hormonersatztherapiegruppe ergab sich im Verlauf ein signifikanter Abfall des 24S-Hydroxycholesterins. Durch gleichgerichtete Änderungen in der Plazebogruppe bestand jedoch in der Varianzanalyse keine Signifikanz mehr. Die Ratio von Campesterin und Sitosterin zu Cholesterin, Surrogatmarker der Resorptionsrate exogener Sterine, wurde nur unter Hormonersatztherapie signifikant gesenkt.
Eine Senkung des Gesamtcholesterins unter hochdosiertem Raloxifen und Hormonersatztherapie konnte bestätigt werden. Durch Bestimmung des indirekten Markers, 24S-Hydroxycholesterin, konnte kein Einfluss von Raloxifen bzw. Hormonersatztherapie auf den Cholesterinmetabolismus im zentralen Nervensystem gefunden werden. Die Resorptionsrate von Cholesterin wurde unter Hormonersatztherapie gesenkt. Die endogene Cholesterinsynthese jedoch, indiziert durch die Ratio von Lathosterin zu Cholesterin, wurde in allen Therapiegruppen deutlich gesteigert. Dieser Befund könnte eine Kombinationstherapie mit Cholesterinsynthesehemmern (Statinen) notwendig erscheinen lassen.},

url = {http://hdl.handle.net/20.500.11811/2224}
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