Lanfer, Kristin: Gaschromatographisch/massenspektrometrische Quantifizierung von oral verabreichten deuterierten Sterolen im Serum als Indikatoren für die intestinale Sterolresorption im Rahmen einer klinischen Studie zur Wirkung von Ezetimib und Simvastatin. - Bonn, 2007. - Dissertation, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn.
Online-Ausgabe in bonndoc: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5N-11564
@phdthesis{handle:20.500.11811/2727,
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author = {{Kristin Lanfer}},
title = {Gaschromatographisch/massenspektrometrische Quantifizierung von oral verabreichten deuterierten Sterolen im Serum als Indikatoren für die intestinale Sterolresorption im Rahmen einer klinischen Studie zur Wirkung von Ezetimib und Simvastatin},
school = {Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn},
year = 2007,
note = {Einführung: Zur Bestimmung der intestinalen Resorption von Sterolen in klinischen Studien wird die continuous feeding dual stable isotope method verwendet. Dazu nehmen die Studienteilnehmer mit Deuterium (D) markierte Sterole oral zu sich und danach wird der Anteil der nicht-resorbierten markierten Sterole in den Faeces bestimmt. Das regelmäßige Sammeln der Faecesproben erfordert eine gute Compliance der Studienteilnehmer. Eine Quantifizierung der resorbierten deuterierten Sterole im Serum wurde bisher aufgrund ihrer sehr niedrigen Konzentrationen im Serum nicht durchgeführt. Ziel der vorliegenden Arbeit war es, eine gaschromatographisch/massenspektrometrische (GC/MS) Methode zur Quantifizierung von deuteriertem und natürlichem Cholesterol, Campesterol und Sitosterol im Serum aufzubauen, um anschließend den Zusammenhang zwischen den Serumkonzentrationen der Sterole und der Cholesterolresorption zu untersuchen.
Methoden: Von 37 männlichen Patienten mit Hypercholesterolämie wurden insgesamt 148 Blutproben untersucht. Die Patienten nahmen an einer Cross-Over-Studie zur Wirkung von Placebo, Simvastatin, Ezetimib und der Kombination von Simvastatin plus Ezetimib auf die Cholesterolresorption und -synthese teil. In der jeweils letzten Woche der vier jeweils siebenwöchigen Behandlungsphasen nahmen die Studienteilnehmer dreimal täglich eine Kapsel mit D6-Cholesterol, D6-Campesterol, D6-Sitosterol sowie D4-Sitostanol als nicht resorbierbaren Marker oral zu sich. An den letzten vier Tagen der Kapseleinnahme wurden Stuhlproben für die Bestimmung der Sterolresorption gesammelt. Die Serumproben wurden jeweils am Ende jeder Behandlungsphase gewonnen und mit den Faecesproben bis zur Analyse bei -20°C gelagert.
Ergebnisse: Um die deuterierten Sterole simultan mit den entsprechend natürlich vorkommenden Sterolen in den Serumproben zu quantifizieren, wurden, basierend auf einer etablierten Methode, zuverlässige GC/MS-Methoden mit hohem Nachweisvermögen erfolgreich aufgebaut, validiert und angewendet. Die absoluten und insbesondere cholesterol-standardisierten Serumkonzentrationen von D6-Cholesterol, D6-Campesterol, D6-Sitosterol korrelierten unter der Behandlung mit Placebo signifikant positiv mit der Cholesterolresorption (r zwischen 0,578 und 0,731; P < 0,001 und n = 33 für alle). Die cholesterol-standardisierte Serumkonzentration von D6-Cholesterol war unter Simvastatin im Mittel um 7,5 % erhöht gegenüber Placebo (P = 0,037) und unter Ezetimib und Simvastatin plus Ezetimib signifikant erniedrigt (-52 % bzw. -47 %, P < 0,001 für beide vs. Placebo; P = 0,114 Ezetimib vs. Simvastatin plus Ezetimib). Die mittleren Änderungen des Serumquotienten reflektierten die Änderungen der Cholesterolresorption in den Behandlungsphasen (Simvastatin: +7 %, P = 0,051; Ezetimib: -57 %, P < 0,001; Simvastatin plus Ezetimib: -52 %, P < 0,001 vs. Placebo, P = 0,186 vs. Ezetimib).
Schlussfolgerung: Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die cholesterol-standardisierten Serumkonzentrationen von oral verabreichtem D6-Cholesterol, D6-Campesterol, D6-Sitosterol Indikatoren für die Effizienz der Sterolresorption bei Hypercholesterolämiepatienten darstellen und dass insbesondere die Quantifizierung von D6-Cholesterol im Verhältnis zu Cholesterol im Serum mittels GC/MS als vereinfachtes Verfahren anstelle der continuous feeding dual stable isotope method verwendet werden kann, um Änderungen der Cholesterolresorption zu untersuchen.},

url = {http://hdl.handle.net/20.500.11811/2727}
}

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