Breuer, Thomas: Biokraftstoffe als Entwicklungschance für den ländlichen Raum : Regionalökonomische Analyse am Beispiel Nordrhein-Westfalens. - Bonn, 2008. - Dissertation, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn.
Online-Ausgabe in bonndoc: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5N-12920
@phdthesis{handle:20.500.11811/3236,
urn: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5N-12920,
author = {{Thomas Breuer}},
title = {Biokraftstoffe als Entwicklungschance für den ländlichen Raum : Regionalökonomische Analyse am Beispiel Nordrhein-Westfalens},
school = {Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn},
year = 2008,
note = {Die energetische Nutzung der Biomasse erlebt vor Allem aufgrund hoher Preise für fossile Energieträger und durch die derzeitigen Bemühungen um mehr Klimaschutz neue Aufmerksamkeit in Politik und Öffentlichkeit. Der in Deutschland stattfindende Bioenergie-Boom ist durch politische Entscheidungen bedingt; es handelt sich also um politische Märkte. Bei der derzeitigen Euphorie um Bioenergie wird dies gerne übersehen. Die weitere Entwicklung der Bioenergiemärkte hängt trotz hoher Ölpreise somit vor Allem von der Entwicklung der politischen Rahmenbedingungen ab. Die Förderung der Bioenergie wird mit einer Reihe von Vorteilen begründet, zu denen ressourcen-, umwelt-, arbeitsmarkt-, wirtschaft-, agrar- und strukturpolitische Argumente gehören. Während zu den Energie- und Ökobilanzen der Biokraftstoffe bereits eine Reihe von Studien vorliegt, sind die Bereiche der arbeits-, wirtschafts-, agrar- und strukturpolitischen Aspekte bisher noch recht wenig erforscht. Besonders vor dem Hintergrund der Einführung des Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes (ELER) und der Überprüfung der Effizienz der Förderung besteht an dieser Stelle noch erheblicher Forschungsbedarf.
Ziel der Arbeit ist es, eine Abschätzung darüber vorzunehmen, welche ländlichen Regionen Nordrhein-Westfalens von diesen neuen Absatzmöglichkeiten und Wertschöpfungsmöglichkeiten profitieren könnten. Zudem wird eine mögliche Förderpolitik für den ländlichen Raum skizziert, die die Einkommenschancen erhöht und gleichzeitig mögliche negative Umwelteinwirkungen vorausschauend verhindert.
Die Arbeit beginnt mit der Analyse der relevanten Rahmenbedingungen der Biokraftstoff-Produktion in NRW. Anschließend wird untersucht, welche Energiepflanzen in welchen Regionen Nordrhein-Westfalens einen positiven Beitrag zur Einkommensentwicklung leisten können. Hierzu wurde das Verfahren „Energiemais für Biogas“ (Raps und Weizen für Biodiesel und Bioethanol waren bereits implementiert) in das Agrarsektormodell RAUMIS integriert. Durch die Unterstellung einer völlig elastischen Nachfrage nach Biomasse kann damit das ökonomische Angebotspotential der nordrhein-westfälischen Landwirtschaft unter den gegebenen agrar- und energiepolitischen Rahmenbedingungen abgebildet werden. Für die bis dahin weniger bekannten Energiepflanzen, wie Schnellwachsende Baumarten und Miscanthus (für BtL-Kraftstoffe), wurde anhand von qualitativen Analysen auf Basis der regionalen Erträge, Erlöse und Transportkosten die Gewinnmöglichkeiten ermittelt. Im Anschluss an die Untersuchung der ökonomischen Potenziale wurde dann für ausgewählte Regionen überprüft, ob die für eine erfolgreiche Vermarktung notwendigen sozioökonomischen Bedingungen vorliegen und/oder geschaffen werden können. Aus der Analyse der Entwicklungshemmnisse sowie einiger best-pratice-Beispiele in ausgewählten Regionen konnten Erkenntnisse darüber gewonnen werden, wie eine Förderpolitik (Politikempfehlungen) des ländlichen Raumes aussehen könnte, die die Chancen für diese Regionen erhöht und gleichzeitig mögliche negative Umwelteinwirkungen vorausschauend verhindert.},

url = {http://hdl.handle.net/20.500.11811/3236}
}

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