Georgiadis, Michalis: Der „Blick hinter das Herz im Vierkammerblick“ und seine Bedeutung für die sonographische Diagnose fetaler Herzfehler. - Bonn, 2008. - Dissertation, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn.
Online-Ausgabe in bonndoc: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5M-13533
@phdthesis{handle:20.500.11811/3734,
urn: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5M-13533,
author = {{Michalis Georgiadis}},
title = {Der „Blick hinter das Herz im Vierkammerblick“ und seine Bedeutung für die sonographische Diagnose fetaler Herzfehler},
school = {Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn},
year = 2008,
note = {Ziel dieser Arbeit war es, das Spektrum fetaler Herzfehler zu untersuchen, die mit einem auffälligen sonographischen Befund dorsal des Herzens im Vierkammerblick assoziiert sind.
Wir haben hierfür an unserem Referenzzentrum für fetale Echokardiographie 393 auffällige fetale Echokardiographien aus den Jahren 2003 bis 2005 retrospektiv ausgewertet. Zusätzlich wurden prospektiv 4666 fetale Echokardiographien analysiert, welche in einem Zeitraum von 15 Monaten zwischen 2006 und 2007 durchgeführt wurden und von denen 220 eine kardiale Anomalie aufwiesen.
In diesem Kollektiv mit insgesamt 613 auffälligen fetalen Echokardiographien wiesen 69 Feten (11,3%) auffällige Befunde hinter dem Herz im Vierkammerblick auf (75 % davon hatten korrekturpflichtige Herzfehler).
Bei 28 Feten verliefen 2 gleich große Gefäße hinter dem Herzen. 26 davon hatten eine Aplasie des hepatischen Segments der Vena cava inferior mit Azygos Kontinuität (19 Links- Isomerismen mit komplexen Herzfehlern, 3 Links-Isomerismen ohne Herzfehler, 4 isolierte Befunde). Die übrigen zwei hatten eine totale infrakardiale Lungenvenenfehlmündung (beide mit Rechts-Isomerismus und komplexen Herzfehlern).
Bei 41 Feten bestand eine diskordante Lateralität von Herzachse und deszendierender thorakaler Aorta. 29 dieser Feten hatten eine Levokardie mit rechts deszendierender thorakaler Aorta (alle mit rechtem Aortenbogen; 23 davon mit Herzfehlern, 6 isoliert). Die übrigen 12 Feten hatten eine Dextrokardie mit links deszendierender thorakaler Aorta (8 mit Herzfehlern, 2 mit extrakardialen Malformationen, 2 isoliert).
Der „Blick hinter das Herz im Vierkammerblick“ ist einfach durchzuführen, weil keine zusätzliche Schnittebene erlernt werden muss und er selbst ohne Seitenzuordnung funktioniert. Er kann wichtige Hinweiszeichen auf Heterotaxie-Syndrome und konotrunkale Anomalien geben und identifiziert teilweise Herzfehler, die im Vier-Kammer-Blick selbst unauffällig sind. Somit könnte er die Entdeckungsrate von kardialen Anomalien im Vierkammerblick steigern. Besondere Aufmerksamkeit sollte der Anzahl der Gefäße und ihrer Seitenlokalisation gewidmet werden.},

url = {http://hdl.handle.net/20.500.11811/3734}
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