Elke, Urs: 111Indium-Pentetreotidszintigraphie beim Medulloblastom : Ein Vergleich mit der Magnetresonanztomographie. - Bonn, 2009. - Dissertation, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn.
Online-Ausgabe in bonndoc: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5N-17652
@phdthesis{handle:20.500.11811/3846,
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title = {111Indium-Pentetreotidszintigraphie beim Medulloblastom : Ein Vergleich mit der Magnetresonanztomographie},
school = {Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn},
year = 2009,
month = jul,

note = {In der vorliegenden Arbeit wurden die klinischen und radiologischen bzw. nuklearmedizinischen Daten von 10 Patienten im Alter zwischen 4 und 28 Jahren verwendet. Die Patienten wurden an der Universitätsklinik Bonn, aber auch an anderen Kliniken in Deutschland wegen eines Medulloblastoms behandelt. Neun der zehn untersuchten Patienten waren zum Zeitpunkt der Datenerhebung bereits verstorben, ein Patient lebte zu diesem Zeitpunkt 15 Monate nach Diagnosestellung.
Alle Patienten wurden im Krankheitsverlauf mittels nicht-invasiver bildgebender Verfahren kontrolliert, um einen Therapieerfolg bzw. ein Therapieversagen zu dokumentieren.
Für die Bildgebung werden beim Medulloblastom zwei Verfahren genutzt. Als Standardverfahren hat sich die native und KM-verstärkte MRT-Untersuchung etabliert. Das zweite Verfahren ist eine nuklearmedizinische Untersuchung, die Octreotidszintigraphie, bei der radionuklidmarkierte Moleküle das Tumorgewebe selektiv darstellen. Im Rahmen dieser Studie wurden diese beiden Untersuchungsmethoden bezüglich Sensitivität, Spezifität, positiv prädiktivem Wert (PPW) und negativ prädiktivem Wert (NPW) verglichen.
Die Ergebnisse dieser Studie zeigten, dass die MRT-Untersuchung bezüglich der Sensitivität (89-100% vs. 42-61%) und des NPW (42-66% vs. 18-30%) überlegen ist. Bezogen auf die Spezifität zeigte sich jedoch ein deutlich besseres Abschneiden der Octreotidszintigraphie mit 75-100% gegenüber 50-66%. Auch der PPW war für die Szintigraphie mit 94-100% gegenüber 82-96% etwas besser.
Aus diesen Ergebnissen kann man ableiten, dass die MRT-Untersuchung das Mittel der Wahl für die Ausschlussdiagnostik ist, da sie eine deutlich höhere Sensitivität und NPW hat, jedoch kann man sich die Spezifität der Szintigraphie bei der Differenzierung von Narbengewebe zu nutzen machen. Außerdem ergeben sich Möglichkeiten für die Szintigraphie, in Zukunft nicht nur diagnostisch genutzt zu werden, sondern auch im Rahmen einer Therapie eingesetzt zu werden, in dem man Radionuklide mit rezeptor-selektiven Molekülen verknüpft, die eine lokale und punktgenaue Bestrahlung ermöglichen. Die Nebenwirkungen einer Bestrahlung des gesamten Neurokranium und der Neuroachse könnten dadurch deutlich gesenkt werden, was insbesondere bei dem sehr jungen Patientenkollektiv eine Verbesserung der Lebensqualität und eine Senkung der Inzidenz von Sekundärmalignomen bedeutet.},

url = {http://hdl.handle.net/20.500.11811/3846}
}

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