Straßmann, Stephan Eric: Optimierung der Ableitung akustisch evozierter Potentiale mittels Modifikationen der Messkonfiguration an wachen Probanden. - Bonn, 2010. - Dissertation, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn.
Online-Ausgabe in bonndoc: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5N-21190
@phdthesis{handle:20.500.11811/4312,
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author = {{Stephan Eric Straßmann}},
title = {Optimierung der Ableitung akustisch evozierter Potentiale mittels Modifikationen der Messkonfiguration an wachen Probanden},
school = {Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn},
year = 2010,
month = jul,

note = {Einleitung: Noch nicht ausgeräumte Artefakte könnten Ursache dafür sein, dass akustisch evozierte Potentiale mittlerer Latenz (MLAEP) im klinischen Alltag trotz möglicher prinzipieller Vorteile gegenüber der Analyse des spontanen EEG nur sporadisch zum Narkosetiefenmonitoring eingesetzt werden. So kann das myogene Signal des postaurikulären Reflexes (PAR) das MLAEP um ein Vielfaches übersteigen. Filterartefakte können zu weiteren erheblichen Signalverzerrungen führen.
Methode: In dieser Studie wurden erstmals Modifikationen der Messkonfiguration an der Stimulationslautstärke, der Filtereinstellungen und der Ableitungen systematisch untersucht. Ziel war eine Reduktion der PAR- und der Filterartefakte bei verbesserter Reproduzierbarkeit des MLAEP-Signals. Es wurden neben der „klassischen“ Ableitung A1-Fpz drei weitere temporale Ableitungen mit Lokalisation über dem auditorischen Kortex (C3-T3, C3-T5, F7-T5) bei drei verschiedenen Lautstärken (70, 50 und 30 dB) und verschiedenen Filtereinstellungen (Notch- und/oder Bandpassfilter) untersucht.
Ergebnisse: Mittels der vorgeschlagenen Modifikationen der Messkonfigurationen konnte ein reproduzierbares MLAEP ohne PAR-Artefakt aufgezeichnet werden.
1. Bei vorhandenem PAR in der Ableitung A1-Fpz zeigten die 3 temporalen Ableitungen keine Beeinflussung durch das myogene Potential.
2. Durch Erniedrigung der Stimulationslautstärke konnte das Auftreten des PAR vermindert werden bei gleichzeitig erhaltener Reproduzierbarkeit des MLAEP-Signals.
3. Ohne Anwendung des Notch-Filters konnten Filterdistorsionen vermieden werden. Die Öffnung der Filterbandweite auf 0,2-1000 Hz verhinderte Signalartefakte und zeigte keine negativen Auswirkungen auf die Signalqualität.
Schlussfolgerung: Innerhalb der untersuchten Messkonfigurationen zeigte die C3-T5 Ableitung des MLAEP mit 30 dB Stimulationslautstärke, Bandpassfilter 0,2-1000 Hz und ausgeschaltetem Notch-Filter keine Beeinflussung mehr durch myogene Potentiale bei hoher Signalqualität und hohem Probandenkomfort.
Ob diese Messkonfiguration für klinische Messungen zweckmäßig ist, müssen weitere Untersuchungen zeigen.},

url = {http://hdl.handle.net/20.500.11811/4312}
}

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