Zaspel, Brigitte: Regionale Gewerbeflächenpolitik : Eine Wirkungsabschätzung regionalplanerischer Instrumente. - Bonn, 2011. - Dissertation, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn.
Online-Ausgabe in bonndoc: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5N-27247
@phdthesis{handle:20.500.11811/5079,
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author = {{Brigitte Zaspel}},
title = {Regionale Gewerbeflächenpolitik : Eine Wirkungsabschätzung regionalplanerischer Instrumente},
school = {Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn},
year = 2011,
month = dec,

note = {Die Bedeutung der Regionalplanung für die Lenkung der kommunalen Gewerbeflächenausweisungen ist bisher noch unzureichend erforscht. Ihre Steuerungswirksamkeit wird vielfach als nicht ausreichend angesehen. Um die Steuerungswirksamkeit der Regionalplanung im Bereich der Gewerbeflächenentwicklung allerdings beurteilen zu können, ist empirisch gesichertes Folgenwissen eine Voraussetzung. Dieses muss im Kontext von Evaluationen gewonnen werden. In dieser Arbeit wird ein Ansatz für die Evaluation von Regionalplänen vorgestellt und an zwei Fällen getestet.
Die Arbeit untersucht zunächst bundesweit die genutzten landes- und regionalplanerischen Ansätze zur aktiven Steuerung der Gewerbeflächenentwicklung. Die Analyse der Steuerungsansätze bezieht die Festlegungen aller verbindlichen Landes- und Regionalpläne ein. Im zweiten Schritt erfolgt auf Basis eines im Rahmen der Arbeit entwickelten Evaluationsansatzes eine Analyse der Steuerungseffektivität der Regionalplanung in zwei Fallstudien (Regionen Düsseldorf und München). Es wird untersucht, inwieweit die Festlegungen der Regionalpläne die beabsichtigten Ziele erreichen und eine Wirkung auf die Gewerbeflächenentwicklung entfalten konnten. Dabei wird der Blick sowohl auf einzelne Instrumente als auch auf die Gesamtheit aller Steuerungsinstrumente gerichtet.
Die bundesweite Instrumentenanalyse zeigt einen zentralen Einfluss der Landesplanung auf das Steuerungsinstrumentarium der Regionalplanung. Neben einer großräumigen Standortsteuerung erfolgt häufig eine kleinräumige Flächensicherung für Gewerbe. Ein umfassender Steuerungsanspruch in Form einer aktiven Lenkung der Flächeninanspruchnahme auf raum¬ordnerisch bevorzugte Standorte wird nur in Hessen und Nordrhein-Westfalen verfolgt.
In den Fallregionen können zielförmige, auf den Schutz des Freiraums ausgerichtete Instrumente eine recht hohe Effektivität bei der Standortsteuerung der Gewerbeflächenentwicklung erreichen. Hingegen ist die Effektivität der klassischen, auf eine großräumige Steuerung ausgerichteten Instrumente (Zentrale-Orte System, Eigenentwicklung) eingeschränkt. In der Region Düsseldorf wird eine hohe räumliche Konzentration der Gewerbeflächenentwicklung durch die Ausweisung gebietsscharfer Vorranggebiete für gewerbliche Nutzung bedingt. Wenig restriktiv formulierte Ziele der Raumordnung schränken die Steuerungswirkung der regionalplanerischen Instrumente in der Region München ein.
Insgesamt ist ein Einfluss auf die Effektivität der Regionalplanung sowohl von der Landesplanung, durch das bereitgestellte Instrumentarium, als auch von der Organisation des Trägers der Regionalplanung und der Regionalplanung selbst, durch deren Anwendung und Konsequenz in der Umsetzung der Instrumente, festzustellen.},

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