Linden, Katharina: Beeinflussung der regionalen zerebralen Perfusion durch den Einsatz einer interventionellen Lungenassistenz im experimentellen Lungenschaden. - Bonn, 2013. - Dissertation, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn.
Online-Ausgabe in bonndoc: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5n-33585
@phdthesis{handle:20.500.11811/5486,
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author = {{Katharina Linden}},
title = {Beeinflussung der regionalen zerebralen Perfusion durch den Einsatz einer interventionellen Lungenassistenz im experimentellen Lungenschaden},
school = {Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn},
year = 2013,
month = dec,

note = {Eine lungenprotektive Beatmung, welche im acute respiratory distress syndrome erfolgen sollte, geht häufig mit einer Hyperkapnie einher. Diese kann bei Patienten mit Hirnverletzungen und erhöhtem intrakraniellen Druck meist nicht toleriert werden. Die extrakorporale CO2 Elimination ermöglicht eine Normokapnie unter Beibehaltung einer lungenprotektiven Beatmung. Diese Studie untersuchte den Einfluss einer extrakorporalen CO2 Elimination mittels interventioneller Lungenassistenz auf die regionale zerebrale Perfusion im salzsäureinduzierten Lungenschaden im Schweinemodell.
Unsere Ergebnisse zeigten, dass durch die Verwendung einer interventionellen Lungenassistenz eine effektive CO2-Elimination erreicht werden kann. Das Herzzeitvolumen und der regionale zerebrale Blutfluss nahmen unter Hyperkapnie zu. Während das Herzzeitvolumen unter Verwendung der interventionellen Lungenassistenz zur Kompensation des arteriovenösen Shunts erhöht blieb, nahm die regionale zerebrale Perfusion unter CO2 Elimination mittels interventioneller Lungenassistenz bis auf normokapnische Ausganswerte ab. Angesichts unserer Ergebnisse und vor dem Hintergrund potentiell protektiver Effekte einer permissiven Hyperkapnie ist es fraglich, ob das Erzeugen einer Normokapnie mittels interventioneller Lungenassistenz auf Kosten einer erforderlichen Shuntkompensation mit erhöhter kardialer Belastung für den kritisch kranken Patienten sinnvoll ist. Allerdings kann etwa bei Patienten mit der Kombination Schädel-Hirn-Trauma und Acute Respiratory Distress Syndrome der Einsatz der interventionellen Lungenassistenz sinnvoll sein, um einerseits eine Hyperkapnie mit resultierendem gesteigerten zerebralen Blutfluss und höherem intrazerebralen Druckes zu vermeiden, ohne andererseits das gleichzeitige Ziel einer lungenprotektiven Beatmung mit niedrigen Tidalvolumina verlassen zu müssen.
},

url = {http://hdl.handle.net/20.500.11811/5486}
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