Büter, Kai: Clusterpolitik und Clusterinitiativen in Nordrhein-Westfalen : Eine prozessorientierte Garbage-Can-Analyse im politischadministrativen Mehrebenensystem. - Bonn, 2013. - Dissertation, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn.
Online-Ausgabe in bonndoc: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5n-34250
@phdthesis{handle:20.500.11811/5798,
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title = {Clusterpolitik und Clusterinitiativen in Nordrhein-Westfalen : Eine prozessorientierte Garbage-Can-Analyse im politischadministrativen Mehrebenensystem},
school = {Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn},
year = 2013,
month = dec,

note = {Die Arbeit leistet einen Beitrag zur Beantwortung der Frage, wie und warum sich Clusterinitiativen und -politiken im politisch-administrativen Mehrebenensystem herausbilden und wie sich die verschiedenen Maßstabsebenen dabei gegenseitig beeinflussen. Clusterinitiativen im politischen Sinne bilden dabei den Ausgangspunkt der Beobachtung, d.h. es wird von der sog. Clusterpolitik des Landes Nordrhein-Westfalen ausgegangen, zunächst ohne für die Auswahl der Untersuchungseinheiten die Frage zu stellen, ob es sich um Cluster im Sinne des wissenschaftlichen Diskurses handelt. Die Forschung zur Clusterpolitik soll insgesamt stärker als bislang prozessorientiert betrachtet werden, wobei die Bedingungen und Auswirkungen für die verschiedenen Maßstabsebenen und die Interaktionen dieser Ebenen untereinander herausgestellt werden. Diese Arbeit bewegt sich somit nicht nur im Feld der Clusterpolitikforschung, sondern die Erkenntnisse lassen sich auch im Kontext von allgemeinen Regionalisierungsprozessen bzw. der Scale-Debatte nutzbar machen.
Die auf Experteninterviews und der Beobachtung der eigenen Teilnahme als Mitarbeiter im erforschten Themenfeld basierende empirische Untersuchung wird im Zuge der Auswertung und Interpretation über ein erweitertes Garbage-Can-Framework (Multiple-Streams-Framework) strukturiert, das im Rahmen der Arbeit aus Ansätzen zur Clusterpolitikforschung und dem politikwissenschaftlichen Agenda-Setting erarbeitet wird. Dies ermöglicht einen neuen, vertieften und prozessorientierten Detaileinblick in grundsätzliche Strukturen, die bei der Etablierung von Clusterförderung auf verschiedenen Maßstabsebenen im Land NRW eine Rolle spielen.
Clusterinitiativen und Clusterpolitik sind demnach ein Ergebnis der Mehrebeneninteraktion von strukturellen und finanziellen Rahmenbedingungen (Pfadabhängigkeit) sowie der strategischen Nutzung des Gestaltungsspielraums (Pfadformung) unter Ausnutzung sich zeitlich befristet öffnender Möglichkeitsfenster durch die Koppelung bzw. Kompatibilisierung von Strömen verschiedener Maßstabsebenen über zentrale Akteure, sog. Policy Entrepreneurs. Die Wahl des Multiple-Streams-Frameworks in dieser Arbeit ermöglicht es, die Herausbildung von Clusterinitiativen und somit auch die Regionalisierung prozesshaft und nichtlinear zu untersuchen und über die Identifizierung verschiedener Ströme Vernetzungen zwischen den Ebenen nicht nur akteursbezogen, sondern auch eigenschaftsbezogen zu untersuchen. Als Ergebnisse politischer Institutionalisierungsprozesse sind Clusterinitiativen nur kontext- bzw. netzwerkabhängig zu verstehen. Initiativen suchen sich ihre Berechtigung und eine „ökologische Nische“. Sie sind entsprechend den individuellen Rahmenbedingungen ausgestaltet, die sich aufgrund des Zeitpunktes, des Zielsystems und der regionalen und überregionalen Positionalität ergeben. Die Arbeit zeigt, dass eine Multiple-Streams-Betrachtung der Clusterpolitik den politikwissenschaftlichen Public-Choice- und Phasenmodellen überlegen ist, eben gerade dadurch, dass sie rationales bzw. zielorientiertes Handeln nicht a priori unterstellt.},

url = {http://hdl.handle.net/20.500.11811/5798}
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