Haverkamp, Michaela: Einfluss der agronomischen Maßnahmen, Umwelt und Sorte auf die wertbestimmenden Eigenschaften von Faserhanf (Cannabis sativa L.) in Nordrhein-Westfalen. - Bonn, 2014. - Dissertation, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn.
Online-Ausgabe in bonndoc: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5n-36715
@phdthesis{handle:20.500.11811/5851,
urn: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5n-36715,
author = {{Michaela Haverkamp}},
title = {Einfluss der agronomischen Maßnahmen, Umwelt und Sorte auf die wertbestimmenden Eigenschaften von Faserhanf (Cannabis sativa L.) in Nordrhein-Westfalen},
school = {Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn},
year = 2014,
month = jun,

note = {Seit einigen Jahren gewinnt die Faserpflanze Hanf (Cannabis sativa L.) in der Diskussion um nachwachsende Rohstoffe und den Klima- und Umweltschutz in der Landwirtschaft als alternative Kulturpflanze in Deutschland immer mehr an Bedeutung.
Diese Arbeit hatte zum Ziel, den Einfluss verschiedener agronomischer Maßnahmen, der standortbedingten Umweltvariabilität sowie der Sortenwahl auf die wertbestimmenden Eigenschaften (Strohertrag und Fasergehalt) von Faserhanf in Nordrhein-Westfalen zu untersuchen. Von dieser Zielsetzung ausgehend, wurde in zweijährigen Anbauversuchen mit der in Deutschland meistangebauten Hanfsorte Fedora 17 sowohl unter Versuchs- als auch unter Praxisbedingungen der Einfluss von zwei Aussaatstärken (108 und 216 kK/m2) und zwei Stickstoffstufen (60 und 120 kg/ha) getestet. Um den Einfluss dieser agronomischen Maßnahmen auf das Ertragspotenzial von Hanf genauer analysieren zu können, wurde die Versuchsanordnung unter Versuchsbedingungen um eine Saatstärke (162 kK/m2) und zwei Stickstoffstufen (0 und 40 kg/ha) erweitert. Zudem wurde im Versuchsanbau das Ertragspotenzial eines Sortenspektrums ermittelt.
Ein Umwelteinfluss auf die wertbestimmenden Eigenschaften konnte zwar nachgewiesen werden, allerdings war es nicht möglich, die Bedeutung dieses Parameters im Vergleich zum Einfluss der Saatstärke oder Stickstoffdüngung eindeutig zu quantifizieren. Die ansteigende Saatstärke wies einen tendenziell – aber nicht statistisch nachweisbaren – negativen Einfluss auf die Ertragsleistung auf. Hinsichtlich der ansteigenden Stickstoffdüngung zeigte sich ein ausgeprägter Einfluss auf das Pflanzenwachstum, welcher sich jedoch kaum auf die wertbestimmenden Eigenschaften auswirkte. Eine Erkenntnis in diesem Zusammenhang war, dass das Düngungsoptimum häufig niedriger liegt als erwartet. Die Auswahl der Sorte hatte aufgrund des unterschiedlichen Reifeverhaltens einen Einfluss auf die wertbestimmenden Eigenschaften; spätreife Sorten erzielten im Mittel höhere Stroherträge als frühreife Sorten. Allerdings ist dieser Zusammenhang nicht direkt auf den Fasergehalt übertragbar, da auch frühreife Sorten vergleichbare Fasergehalte lieferten. Nach jetzigem Kenntnisstand, d. h. unter Berücksichtigung der Ergebnisse der im Rahmen dieser Arbeit durchgeführten Anbauversuche und der verwendeten Literatur können folgende Aussagen für den Hanfanbau gemacht werden: Mit einer Aussaatstärke von 30-40 kg/ha, Stickstoffgaben zwischen 80-120 kg/ha und den Sorten Beniko (früh-reifend), Bialobrzeskie (mittel-frühreifend), Fedora 17 (mittel-reifend) oder Epsilon 68 (spät-reifend) können beim Hanfanbau in Nordrhein-Westfalen hohe Strohertragsleistungen bei mittlerem Fasergehalt erzielt werden.
Die Bewertung des Hanfanbaus im Versuchsanbau und auf Praxisstandorten ergab, dass Hanf als Kulturpflanze unter den Bedingungen in Nordrhein-Westfalen anbauwürdig ist. Neben der Erweiterung der Fruchtfolge, den positiven Vorfruchteigenschaften und den vielfältigen Verwendungsmöglichkeiten bietet der Anbau von Hanf als nachwachsender Rohstoff eine vielversprechende Alternative zu anderen Sonderkulturen. Allerdings wird Faserhanf nur dauerhaft in der heimischen Landwirtschaft als Kulturpflanze etabliert werden können, wenn durch den Vertragsanbau angemessene Erzeugerpreise im Vergleich zu herkömmlichen Kulturpflanzen erzielt werden können.},

url = {http://hdl.handle.net/20.500.11811/5851}
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