Möller, Christian Rüdiger: Klinische Diagnostik kariöser Läsionen unter Verwendung LED basierter Spektroskopie. - Bonn, 2014. - Dissertation, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn.
Online-Ausgabe in bonndoc: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5n-37998
@phdthesis{handle:20.500.11811/5936,
urn: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5n-37998,
author = {{Christian Rüdiger Möller}},
title = {Klinische Diagnostik kariöser Läsionen unter Verwendung LED basierter Spektroskopie},
school = {Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn},
year = 2014,
month = nov,

note = {Nach wie vor stellt die rechtzeitige Diagnose von kariösen Läsionen eine Herausforderung im zahnärztlichen Praxisalltag dar. Der wegen des gestiegenen Gesundheitsbewußtseins der Bevölkerung stete Rückgang von klassischen kariösen Läsionen macht es notwendig, effizientere Diagnoseverfahren zur Detektion von initialen und versteckten Läsionen zu entwickeln. Zusätzlich zur visuellen Inspektion stehen heutzutage verschiedenste apparative Verfahren zur Detektion von Zahnkaries zur Verfügung. Die vorliegende Studie sollte die Sensitivität und Spezifität der LED basierten Spektroskopie mit dem Midwest Caries I.D. (Dentsply, York, Großbritannien) bei der Detektion von okklusalen Karies ermitteln. Als Goldstandart diente die tatsächlich exkavierte Situation.
66 Zähne wurden in vivo untersucht. Nach Feststellung einer Therapiebedürftigkeit durch visuelle und röntgenologische Diagnostik wurden die Zähne mit dem Einverständnis des Patienten zusätzlich durch die LED basierte Spektroskopie begutachtet. Nach Reinigung der Zähne und erneuter Begutachtung wurden die Werte für die visuelle Inspektion nach ICDAS II Kriterien (Code 0 – 6), für die röntgenologische Diagnostik (C0 – C4) und für die Spektroskopie (Code 0 – 6) schriftlich dokumentiert. Anschließend erfolgte die invasive Therapie. Bevor die Zähne konservativ restauriert wurden, erfolgte eine Einteilung der tatsächlich vorliegenden Ausdehnungen der exkavierten Situationen (D0 –D4). Es folgte eine Auswertung der Ergebnisse mit SPSS (Version 20.0).
Der Spearman-Korrelationskoeffizient ergab für die visuelle Inspektion (rs=0,563) und die Spektroskopie (rs=0,698) eine moderate Korrelation gegenüber der exkavierten Situation. Für die röntgenologische Diagnostik (rs=0,901) wurde eine hohe Korrelation gegenüber der exkavierten Situation berechnet. Der Chi-Quadrat-Test nach Pearson ergab für alle untersuchten Verfahren einen Wert von p < 0,05. Die Sensitivität der visuellen Inspektion betrug für schmelzbegrenzte Läsionen (D1+D2) 44 % und für dentinbegrenzte Läsionen (D3+D4) 90 %. Die Spezifität für rein gesunde Zähne (D0) betrug 90,1 % und für nicht behandlungsbedürftige Zähne (D0 – D2) 47,2 %. Die Sensitivität der röntgenologischen Diagnostik betrug für schmelzbegrenzte Läsionen (D1+D2) 72,7 % und für dentinbegrenzte Läsionen (D3+D4) 100 %. Die Spezifität für rein gesunde Zähne (D0) betrug 93,8 % und für nicht behandlungsbedürftige Zähne (D0 – D2) 88,8 %. Die Sensitivität der Spektroskopie betrug für schmelzbegrenzte Läsionen (D1+D2) 50 % und für dentinbegrenzte Läsionen (D3+D4) 85,7 %. Die Spezifität für rein gesunde Zähne (D0) betrug 100 % und für nicht behandlungsbedürftige Zähne (D0 – D2) 75 %. Die Flächen unter der Kurve (AUC-Werte) der verschiedenen Verfahren waren für oberflächliche kariöse Läsionen am geringsten und nahmen mit der Läsionstiefe zu. Für Läsionen im inneren Dentin betrugen die Flächen unter der Kurve (AUC-Werte) für die visuelle Inspektion 0,703, für die röntgenologische Diagnostik 0,919 und für Spektroskopie 0,807.
Zwischen den Ergebnissen der Spektroskopie und der tatsächlich exkavierten Situation zeigt sich eine moderate Korrelation. Die Sensitivität und Spezifität der LED basierten Spektroskopie sind insbesondere für die Detektion dentinbegrenzter Läsionen mit den Werten anderer Verfahren vergleichbar. Defizite zeigt es in der zuverlässigen Detektion von schmelzbegrenzten Läsionen. Generell konnte festgestellt werden, dass sich die LED-basierte Spektroskopie aufgrund der Anwenderfreundlichkeit und guter Sensitivitäts- und Spezifitätswerte bei vorliegenden Dentinläsionen als zusätzliche kariesdiagnostische Methode anbietet.},

url = {http://hdl.handle.net/20.500.11811/5936}
}

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