Dockhorn, Anna Maria: Die Bedeutung des Chemokin-Rezeptors CXCR3 in der Pathogenese der experimentellen Herpesenzephalitis. - Bonn, 2016. - Dissertation, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn.
Online-Ausgabe in bonndoc: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5n-42679
@phdthesis{handle:20.500.11811/6646,
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author = {{Anna Maria Dockhorn}},
title = {Die Bedeutung des Chemokin-Rezeptors CXCR3 in der Pathogenese der experimentellen Herpesenzephalitis},
school = {Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn},
year = 2016,
month = jun,

note = {Die HSE ist die häufigste sporadisch auftretende fatale Enzephalitis in der westlichen Zivilisation. Pathogenetisch wird neben direkten virusbedingten Effekten auch die Immunantwort als gewebeschädigender Faktor diskutiert. Der Chemokinrezeptor CXCR3 und seine korrespondierenden Liganden (CXCL9, CXCL10) werden als immunologische Schlüsselmoleküle in der Herpesenzephalitis sowie in entsprechenden Tier-Modellen stark exprimiert. Die Bedeutung des CXCR3-Chemokinesystems im Verlauf der HSE konnte jedoch bisher nicht eindeutig geklärt werden.
Wir etablierten ein HSE-Maus-Modell mit intranasalem Infektionsweg (HSV17 syn17+) und charakterisierten den Krankheitsverlauf, Viruslast, zerebrale Histopathologie und Zytokinprofile in CXCR3-defizienten Mäusen sowie Wildtyp-Kontrollen über einen Zeitraum von 14 Tagen.
Früh im Krankheitsverlauf (bis Tag sieben) zeigten sich in Klinik, Histopathologie und Viruslast keine signifikanten Unterschiede zwischen CXCR3KO- und Wildtyp-Kontrolltieren. Im weiteren Verlauf boten CXCR3KO-Tiere einen milderen klinischen Verlauf und damit korrespondierend einen geringeren Gewichtsverlust, verminderte entzündliche Infiltrate des ZNS, sowie eine reduzierte zerebrale Viruslast.
Zusammenfassend führt CXCR3-Defizienz im Tiermodell der HSE zu einem klinisch milderen Krankheitsverlauf mit verminderter Immunantwort und reduzierter Viruslast. Die Ergebnisse belegen die wichtige Rolle des CXCR3 Chemokinsystems in der Patho-genese der HSE und rechtfertigen weitere Studien um das therapeutische Potential dieses Chemokinsystems zur Behandlung der HSE zu untersuchen.},

url = {http://hdl.handle.net/20.500.11811/6646}
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