Reinartz, Roman: Vorhersagen zur Therapie-assoziierten polyklonalen Dynamik im Glioblastom anhand vergleichender Analysen vonTumor-Subklonen. - Bonn, 2016. - Dissertation, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn.
Online-Ausgabe in bonndoc: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5n-45701
@phdthesis{handle:20.500.11811/6941,
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author = {{Roman Reinartz}},
title = {Vorhersagen zur Therapie-assoziierten polyklonalen Dynamik im Glioblastom anhand vergleichender Analysen vonTumor-Subklonen},
school = {Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn},
year = 2016,
month = dec,

note = {Tumoren können eine ausgeprägte zelluläre Heterogenität in genetischen und phänotypischen Merkmalen aufweisen. Uneinheitliches Ansprechen von Tumorzellen auf therapeutische Maßnahmen wird als eine mögliche Ursache für das Therapieversagen bei fortgeschrittenen Tumoren angesehen. Bisher ist aber erst wenig darüber bekannt, wie sehr sich einzelne Tumorzellen in ihrem Ansprechen auf therapeutische Maßnahmen unterscheiden und welche Konsequenzen daraus für die zelluläre Zusammensetzung des Tumors entstehen.
In dieser Studie wurde an Modellsystemen des malignen Hirntumors Glioblastom untersucht, ob Therapie-assoziierte Veränderungen der klonalen Komposition eines Tumors vorhersagbar sind. Um das Ausmaß der genetischen und phänotypischen Heterogenität inter- und intratumoral zu erfassen, wurden von 5 Glioblastom-Patienten insgesamt 33 Subklone durch Expansion von separierten Einzelzellen isoliert, charakterisiert und miteinander verglichen. Die Analyse zeigte, dass koexistierende Subklone des gleichen Tumors diskrete genetische Veränderungen und eine deutliche Heterogenität in ihrem Ansprechen gegenüber einer Vielzahl von Substanzen mit potenziell antineoplastischer Wirkung gegenüber dem Glioblastom aufwiesen. In einer personalisierten Analyse konnten Substanzen mit unterschiedlicher Wirkung auf stabile, genetisch und phänotypisch heterogene, koexistierende Subklone genutzt werden, um Verschiebungen von Populationen innerhalb des heterogenen Tumors in Zellkulturen und Xenotransplantaten vorherzusagen.
Diese Befunde stellen eine bisher unberücksichtigte Strategie zur Aufarbeitung von funktionellen Konsequenzen der intratumoralen Heterogenität dar, mit der die Dynamik von Tumor-Subklonen untersucht und gezielt beeinflusst werden kann. In Zukunft könnten auf diese Weise Therapieansätze erarbeitet werden, in denen die individuelle Komposition eines Tumors stärker miteinbezogen wird.},

url = {http://hdl.handle.net/20.500.11811/6941}
}

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