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Maligne Transformation gingivaler Epithelzellen durch Porphyromonas gingivalis

dc.contributor.advisorWinter, Jochen
dc.contributor.authorHoppe, Tatjana
dc.date.accessioned2020-04-23T23:32:53Z
dc.date.available2020-04-23T23:32:53Z
dc.date.issued08.09.2017
dc.identifier.urihttp://hdl.handle.net/20.500.11811/7201
dc.description.abstractZiel der vorliegenden Arbeit war es, neue Erkenntnisse einer bakteriell-induzierten chronischen Entzündung (Parodontitis) in Bezug auf eine orale Tumorgenese zu gewinnen. Dazu wurde der Einfluss des parodontopathogenen Bakteriums Porphyromonas gingivalis auf eine maligne Transformation gingivaler Epithelzellen untersucht. Zu diesem Zweck wurde als biologisches Untersuchungssystem ein in vitro-Zellkulturmodell mit der immortalisierten gingivalen Epithelzelllinie OKF6/hTERT-1 verwendet. Analysen zur Aufklärung des Wirkmechanismus von P. gingivalis auf die eingesetzten Epithelzellen ergaben, dass das Bakterium über das Einleiten eines Cadherin-Switches und die Aktivierung des PI3K/Akt-Signalweges mit daraus resultierender Inhibition von GSK3-β und Stabilisierung von β-Catenin und Snail zu einer Transition von einem epithelialen zu einem mesenchymalen Phänotyp führt. Erste Ergebnisse hinsichtlich der Genexpression von Sox2, Nanog und Oct3/4 lassen außerdem die Vermutung zu, dass zusätzlich Zellen mit Stammzelleigenschaften generiert werden.
Weitere relevante Ergebnisse deuten darauf hin, dass P. gingivalis charakteristische Tumor-Merkmale in den OKF6/hTERT-1-Zellen ausbildet. Aufgrund einer verstärkten Synthese und Aktivierung der Matrixmetalloprotease-9 durch das pathogene Bakterium wird die Invasivität der Zellen gefördert. Die aberrante Aktivierung des mTOR-Signalweges, einhergehend mit der Sekretion von TGFβ-1, führt zu einer verstärkten Proliferation der Zellen. Durch ein vermehrtes Vorkommen von VEGF im Extrazellularraum wird die Neovaskularisierung der Endothelzellen in der Tumor-Mikroumgebung gefördert. Ferner verursachte P. gingivalis einen suppressiven Effekt auf die Inflammasom-Aktivierung in THP-1-Makrophagen, was zur Ausbildung eines tolerogenen Milieus führt.
Die Ergebnisse dieser Arbeit decken zelluläre Veränderungen auf, anhand derer P. gingivalis onkogen auf Epithelzellen der Gingiva wirken kann. Insgesamt leisten die vorliegenden Ergebnisse einen wesentlichen Beitrag zum Verständnis der Wirkung von P. gingivalis auf die Manifestation einer malignen Transformation epithelialer Zellen und liefern darüber hinaus möglicherweise eine Grundlage für die Erschließung effektiverer therapeutischer Strategien der chronischen Parodontitis und eines oralen Plattenepithelkarzinoms.
dc.language.isodeu
dc.rightsIn Copyright
dc.rights.urihttp://rightsstatements.org/vocab/InC/1.0/
dc.subject.ddc570 Biowissenschaften, Biologie
dc.subject.ddc610 Medizin, Gesundheit
dc.titleMaligne Transformation gingivaler Epithelzellen durch Porphyromonas gingivalis
dc.typeDissertation oder Habilitation
dc.publisher.nameUniversitäts- und Landesbibliothek Bonn
dc.publisher.locationBonn
dc.rights.accessRightsopenAccess
dc.identifier.urnhttps://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5n-47672
ulbbn.pubtypeErstveröffentlichung
ulbbnediss.affiliation.nameRheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
ulbbnediss.affiliation.locationBonn
ulbbnediss.thesis.levelDissertation
ulbbnediss.dissID4767
ulbbnediss.date.accepted2017-05-24
ulbbnediss.instituteMedizinische Fakultät / Kliniken : Poliklinik für Parodontologie, Zahnerhaltung und Präventive Zahnheilkunde
ulbbnediss.fakultaetMathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät
dc.contributor.coRefereeGalinski, Erwin A.


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