Boller, Jörn Christian: Einfluss der Bewirtschaftungsintensität und Landschaftsstruktur auf die Diversität der Saltatoria und Hymenoptera (Bombus) von Mittelgebirgsgrünland. - Bonn, 2018. - Dissertation, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn.
Online-Ausgabe in bonndoc: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5n-52474
@phdthesis{handle:20.500.11811/7372,
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author = {{Jörn Christian Boller}},
title = {Einfluss der Bewirtschaftungsintensität und Landschaftsstruktur auf die Diversität der Saltatoria und Hymenoptera (Bombus) von Mittelgebirgsgrünland},
school = {Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn},
year = 2018,
month = nov,

note = {Grünland ist ein prägendes Element der Agrarlandschaft und zentraler Baustein der multifunktionalen Landwirtschaft. Unter anderem leistet es einen herausragenden Beitrag zur Erhaltung der biologischen Vielfalt. Die Quantität und Qualität des Grünlandes ist in Nordrhein-Westfalen jedoch deutlich rückläufig. Um den Verlust an bio-logischer Vielfalt in der Agrarlandschaft zu bremsen, werden von der EU, dem Bund und den Ländern Agrarumweltprogramme gefördert. Ziel der vorliegenden Studie war, am Beispiel von Heuschrecken und Hummeln die Auswirkungen der Agrarum-weltmaßnahme "Extensive Dauergrünlandnutzung" zu analysieren sowie Einflussfaktoren auf die Diversität der Invertebraten auf verschiedenen Skalenebenen zu bestimmen.
Die Untersuchungen wurden in den Jahren 2013 bis 2015 in den Mittelgebirgsregionen der Eifel und des Süderberglandes auf insgesamt 35 Grünlandflächen unterschiedlicher Bewirtschaftungsintensität durchgeführt. In den drei Untersuchungsjahren wurden Heuschrecken sowie Hummeln quantitativ und qualitativ erfasst. Auf der Feldskala wurden u.a. melittophile Blütenpflanzen und deren Dichte sowie die Vegetationshöhe der Pflanzenbestände erfasst. Auf der Habitatskala wurden innerhalb eines 1 km Radius Landnutzungstypen kartiert und auf der Landschaftsskala in einem 5 km Radius CORINE Bodenbedeckungsdaten quantifiziert und ausgewertet.
Insgesamt wurden 19 Heuschreckenarten und 16 Hummelarten nachgewiesen. Auf extensiven Flächen wurde gegenüber den Vergleichsflächen eine höhere Diversität der Invertebraten festgestellt. Hier traten insbesondere mehr Langfühlerschreckenarten auf. Der verstärkte Nachweis von Larvenstadien belegt deren bessere Eignung als Reproduktionshabitat. Die Abundanz der Langfühlerschreckenarten korrelierte mit der Vegetationshöhe der Untersuchungsflächen. Hummelarten, die in der Lage sind, weite Strecken zwischen ihrem Nist- und Nahrungshabitat zurückzulegen, profitierten vom Blütenreichtum des Grünlandes. Die Pflanzendiversität auf der Feldskala eignete sich hingegen nicht als Indikator für die Multidiversität des Grünlandes. Auf der Habitatskala wirkte sich der Strukturreichtum der Landschaft positiv auf die Diversität der Invertebraten aus. Auf der Landschaftsskala schienen die klimatischen Bedigungen den Effekt der Landschaftskomposition zu überlagern.
Zusammenfassend wurde gezeigt, dass die Diversität der Fauna auf den Mittelgebirgswiesen maßgeblich durch die Intensität der Bewirtschaftung, den Strukturreich-tum der Landschaft sowie das regionale Klima bedingt wird.
Abschließend wurden gezielte Maßnahmen zur Förderung von Invertebraten im Grünland sowie deren Umsetzung in Förderprogrammen diskutiert.},

url = {http://hdl.handle.net/20.500.11811/7372}
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