Prinz, Lisa: Inflammations- und kardiale Marker als Prädiktoren für das Auftreten von Rezidiven nach Kryoablation bei Patienten mit Vorhofflimmern. - Bonn, 2018. - Dissertation, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn.
Online-Ausgabe in bonndoc: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5n-50665
@phdthesis{handle:20.500.11811/7403,
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author = {{Lisa Prinz}},
title = {Inflammations- und kardiale Marker als Prädiktoren für das Auftreten von Rezidiven nach Kryoablation bei Patienten mit Vorhofflimmern},
school = {Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn},
year = 2018,
month = jun,

note = {Ziel der Arbeit: Die Kryoablation ist ein inzwischen etabliertes interventionelles Verfahren zur Therapie von Vorhofflimmern (VHF). Die Rezidivraten liegen zwischen 15 % - 40 %. Ziel dieser Arbeit ist die Bestimmung von Prädiktoren für eine erhöhte Rezidiv-Wahrscheinlichkeit im Hinblick auf Basischarakteristika von Patienten sowie insbesondere Labor- und Inflammationsparameter.
Material und Methodik: Die Arbeit stützt sich auf ein Patientenkollektiv von 161 Patienten (57,8 % Männer, Alter im Median: 66 Jahre, IQR: 56 - 74) mit paroxysmalem oder persistierendem VHF, die sich zwischen September 2013 und Dezember 2014 einer Kryoablation in der Medizinischen Klinik II des Universitätsklinikums Bonn unterzogen haben. Im Median 62 Wochen (IQR: 51 - 80) nach Ablation wurde eine Befragung der Patienten nach möglichen VHF-Rezidiven durchgeführt. Als Rezidiv wurde das symptomatische und/oder dokumentierte Auftreten von VHF nach einer Blanking-Periode von drei Monaten definiert. Die retrospektive Datenerhebung umfasste außerdem anamnestische Angaben und präoperative Laborbefunde.
Ergebnisse: Die Rezidivrate betrug 40,4 %. Das Patientenkollektiv wurde in zwei Gruppen - eine Rezidiv-Gruppe (40,4 %) und eine Rezidiv-freie Gruppe (59,6 %) - eingeteilt und im Hinblick auf Basischarakteristika und Laborparameter verglichen.
IL-6 (HR: 1,154; CI: 1,015 - 1,312; p = 0,029), NT-proBNP (HR: 1,037; CI: 1,005 - 1,071; p = 0,024), Alter (HR: 1,268; CI: 1,002 - 1,603; p = 0,048), CHA2DS2-VASc-Score (HR: 1,203; CI: 1,028 - 1,409; p = 0,021), persistierendes VHF (HR: 1,932; CI: 1,125 - 3,318; p = 0,017) und VHF in der Blanking-Periode (HR: 2,592; CI: 1,493 - 4,503; p = 0,001) konnten in der univariaten Analyse als Prädiktoren für ein VHF-Rezidiv bestimmt werden. Die multivariate Analyse konnte IL-6 (HR: 1,187; CI: 1,033 - 1,364; p = 0,016) und VHF in der Blanking-Periode (HR: 6,126; CI: 2,634 - 14,246; p = <0,001) als unabhängige Prädiktoren für ein VHF-Rezidiv identifizieren.
Fazit: Die Arbeit zeigt, dass Laborparameter prädiktive Aussagen für VHF-Rezidive ermöglichen können. IL-6 als Inflammationsfaktor zeigt die Relevanz von Entzündungsreaktionen für das Auftreten von VHF-Rezidiven und kann somit die Hypothese bestärken, dass eine antiinflammatorische Therapie die Rezidivquote beeinflussen könnte. NT-proBNP, Marker für eine erhöhte Druck- oder Volumenbelastung des Herzens, verdeutlicht die Dringlichkeit der Entlastung des Herzens und der Behandlung einer möglichen strukturellen Herzerkrankung. Alter, CHA2DS2-VASc-Score und persistierendes VHF als mögliche Prädiktoren weisen auf die Bedeutung der strukturellen Veränderungen des Myokards bei der Entstehung von VHF hin. VHF in der Blanking-Periode als hochsignifikanter Prädiktor für ein VHF-Rezidiv stellt Existenz und Sinnhaftigkeit der Blanking-Periode in Frage.},

url = {http://hdl.handle.net/20.500.11811/7403}
}

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