Woitschützke, Robert Maximilian: Le Corbusier und das Museum of Knowledge. - Bonn, 2018. - Dissertation, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn.
Online-Ausgabe in bonndoc: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5-52592
@phdthesis{handle:20.500.11811/7456,
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title = {Le Corbusier und das Museum of Knowledge},
school = {Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn},
year = 2018,
month = nov,

note = {Le Corbusiers Museumsgebäude sind bereits detailliert erforscht worden. Dass der Architekt jedoch nicht nur die "baulichen Hüllen" zahlreicher Museen entwarf, sondern auch intensiv über museologische Strategien nachdachte, fand in wissenschaftlichen Arbeiten bislang kaum Beachtung.
Nähert man sich Le Corbusiers Museen unter dem Aspekt der Programmatik, so kann das Konzept des Museum of Knowledge als Quintessenz seiner museologischen Überlegungen gewertet werden. Den Kern des Konzeptes bildet die Auffassung des Museums als Werkzeug zur Erklärung des Weltganzen. Obwohl bereits im Genfer Mundaneum von 1928 präfiguriert, hat Le Corbusier diesem Gedanken ausschließlich in seinem Spätwerk konkreten Ausdruck verliehen. Sämtliche der von ihm konkret geplanten Museums of Knowledge sind dabei in Indien zu lokalisieren.
In seiner frühesten Form handelt es sich beim Museum of Knowledge um ein Universalmuseum, in dem grundlegende Aspekte des modernen Lebens (beispielsweise Hygiene, Gesundheitsvorsorge, Demokratie, Elektronik, Industrie) der breiten indischen Öffentlichkeit vermittelt werden sollten. Le Corbusier sah eine Verbreitung derartiger Ausstellungshäuser auf dem ganzen Subkontinent vor, konnte letztendlich jedoch nur eines in der nordindischen Stadt Ahmedabad realisieren (1951–1957). Seine inhaltlichen Überlegungen zu diesem Museum werden in der Dissertation analysiert und die Genese des Projektes, soweit sie sich rekonstruieren ließ, nachgezeichnet.
Das Museum of Knowledge von Ahmedabad diente als Vorbild für ein ähnliches Projekt am Gandhi Memorial (Rajghat) in New Delhi (1953–1955). Die Analyse der zum Rajghat-Projekt erhaltenen Dokumente macht deutlich, dass Le Corbusier die in Ahmedabad begonnene Initiative in New Delhi nicht nur auszuweiten, sondern auch weiterzuentwickeln versuchte.
Le Corbusiers Konzept mündete schließlich, nach einigen Jahren vergeblichen Experimentierens, im noch heute utopisch anmutenden Museum of Knowledge für das Regierungsgelände der punjabischen Stadt Chandigarh (1961–1965). Mit einem klassischen Museum hat dieses unrealisierte Projekt nichts mehr zu tun. Vielmehr handelt es sich um ein audiovisuelles "Entscheidungszentrum", in dem elektronische Rechenmaschinen Lösungsstrategien zu ethischen, sozialen und politischen Fragen der Zeit anbieten sollten. Die komplexe Genese dieses visionären Projektes erfährt in der Dissertation zum ersten Mal eine genaue Aufarbeitung.},

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