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Verschüttete Dimensionen der Mimesis bei Max Ernst 1912–1925

dc.contributor.advisorKanz, Roland
dc.contributor.authorVoget, Renate
dc.date.accessioned2020-04-27T17:48:46Z
dc.date.available2020-04-27T17:48:46Z
dc.date.issued19.03.2020
dc.identifier.urihttp://hdl.handle.net/20.500.11811/8319
dc.description.abstract1919 gilt als ein Wendejahr in der deutschen Kunstgeschichte, in dem sich eine scheinbare Rückkehr vollzog: Hatte die Mehrheit der Künstler avantgardistischer Bewegungen vor dem Ersten Weltkrieg noch abstrakte Werke geschaffen, widerrief sie die Abstraktion nach dessen Ende und kehrte zu einer figurativen Gestaltungsweise zurück.
Der ›neue Stil‹ wurde in der kunsthistorischen Forschung seit 1922 mit Epochenbegriffen belegt, die die formalen Gestaltungsmerkmalen der Werke in den Vordergrund stellten: Magischer Realismus, Neuer Naturalismus, Verismus, Neue Sachlichkeit, Neo-Klassizismus oder Nach-Expressionismus sind nur einige dieser Bezeichnungen. Die Vielzahl der Terminologien, ihre vorrangige Befassung mit der figurativen Wiedergabe von Realität sowie die unbefriedigenden Erklärungsversuche für den Ursprung dieser vermeintlichen ›Umkehr‹ verweisen auf das Desiderat, das zugrundeliegende Phänomen unter einem neuen Blickwinkel zu betrachten.
Am Beispiel des Künstlers Max Ernst (1891–1976) wird unter Berücksichtigung von Parallelerscheinungen in der bildenden Kunst das o.g. Forschungsnarrativ untersucht. Dazu gliedert sich die Arbeit in drei Teile (1912–1914, 1914–1918, 1919–1925). Die Analyse seiner Kunstwerke vor, während und nach dem Ersten Weltkrieg ergibt, dass sich der Künstler nicht allein mit Gestaltungsfragen zur formalen Darstellbarkeit von seiner Gegenwart befasste, sondern sich in einer wesentlich umfassenderen inhaltlichen Reflexion mit dem Verhältnis von Kultur zu Natur auseinandersetzte. In der Dissertation werden diese erweiterten Ebenen der Nachahmung von Natur in einem Kunstwerk als ›Verschüttete Dimensionen der Mimesis‹ verstanden.
Aufgrund dieses Ergebnisses erfolgt die Schlussfolgerung, dass die Kanonisierung des Phänomens als Stil-Epoche weiter problematisiert werden muss. Sie muss um das Verständnis für die prinzipielle Offenheit der avantgardistischen Künstler gegenüber formalen Gestaltungsmöglichkeiten und damit einhergehend der Ambiguität ihrer individuellen künstlerischen Praxis’ von Mimesis sowohl vor, wie auch während und nach dem Ersten Weltkrieg erweitert werden.
dc.language.isodeu
dc.rightsIn Copyright
dc.rights.urihttp://rightsstatements.org/vocab/InC/1.0/
dc.subjectAbstraktion
dc.subjectFiguration
dc.subjectMax Ernst
dc.subjectMimesis
dc.subjectNachahmung
dc.subjectNeue Sachlichkeit
dc.subjectMagischer Realismus
dc.subjectDada
dc.subjectNach-Expressionismus
dc.subjectErster Weltkrieg
dc.subjectAvantgarden
dc.subjectStil
dc.subjectEpoche
dc.subjectKanon
dc.subjectNarrativ
dc.subjectAmbiguität
dc.subjectKontinuität
dc.subject.ddc355 Militär
dc.subject.ddc700 Künste, Bildende Kunst allgemein
dc.subject.ddc750 Malerei
dc.subject.ddc760 Druckgrafik, Drucke
dc.subject.ddc943 Geschichte Deutschlands
dc.titleVerschüttete Dimensionen der Mimesis bei Max Ernst 1912–1925
dc.typeDissertation oder Habilitation
dc.publisher.nameUniversitäts- und Landesbibliothek Bonn
dc.publisher.locationBonn
dc.rights.accessRightsopenAccess
dc.identifier.urnhttps://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5-57586
ulbbn.pubtypeErstveröffentlichung
ulbbnediss.affiliation.nameRheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
ulbbnediss.affiliation.locationBonn
ulbbnediss.thesis.levelDissertation
ulbbnediss.dissID5758
ulbbnediss.date.accepted2019-11-29
ulbbnediss.institutePhilosophische Fakultät : Kunsthistorisches Institut (KHI)
ulbbnediss.fakultaetPhilosophische Fakultät
dc.contributor.coRefereeZuschlag, Christoph


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