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Die Auswirkungen von traumatischen Erlebnissen in der Kindheit auf soziale Interaktion im Erwachsenenalter

dc.contributor.advisorHurlemann, René
dc.contributor.authorGieling, Caroline Maria
dc.date.accessioned2020-11-05T13:49:51Z
dc.date.available2020-11-05T13:49:51Z
dc.date.issued05.11.2020
dc.identifier.urihttp://hdl.handle.net/20.500.11811/8753
dc.description.abstractKindheitstraumatisierungen stellen einen wesentlichen Risikofaktor für Psychopathologien, die mit zwischenmenschlichen Problemen im Erwachsenenalter einhergehen, dar. Die zugrundeliegenden Ursachen sind jedoch unklar.
In der vorliegenden Studie wird die Frage gestellt, ob traumatische Erlebnisse in der Kindheit die soziale Interaktion im Erwachsenenalter verändern können. Es wurde der Einfluss von Kindheitstraumata auf die behaviorale und neurale Verarbeitung von sozialer Berührung sowie auf Präferenzen der interpersonellen Distanz (IPD) im Erwachsenenalter untersucht. Die Wahrnehmung und neurale Verarbeitung von diskriminativer, schneller (CT-suboptimaler, 20 cm/s schnellen) sowie affektiver, langsamer (CT-optimaler, 5 cm/s schnellen) Berührung wurden in einem fMRT-Experiment exploriert. Die Kindheitstraumatisierungen wurden durch den Childhood Trauma Questionnaire (CTQ) erfasst und die 92 StudienteilnehmerInnen anhand ihres CTQ-Summenwertes, der den Schweregrad der erlebten Kindheitstraumata repräsentiert, in die drei Gruppen low, medium und high Childhood Maltreatment (CM) eingeteilt.
Entsprechend der aufgestellten Hypothese bevorzugten StudienteilnehmerInnen mit einem schwerwiegenden Ausmaß an erlebten Kindheitstraumatisierungen eine größere IPD und empfanden schnelle Berührung als weniger beruhigend als TeilnehmerInnen mit geringem Ausmaß an Kindheitstraumatisierungen. Auf der neuronalen Ebene zeigten die ProbandInnen mit schwerwiegendem Ausmaß an Kindheitstraumata erhöhte Aktivitäten nach schneller Berührung im rechten somatosensorischen Cortex (SC) und in der posterioren Insula. Dieses korrelierte mit einer als geringer beruhigend empfundenen schnellen Berührung. Außerdem zeigte sich bei ProbandInnen mit schwergradigem Ausmaß an Kindheitstraumatisierungen eine verminderte Aktivität auf langsame Berührung im rechten Hippocampus, der einen Teil des neuronalen Belohnungsnetzwerkes darstellt.
Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Kindheitstraumatisierungen mit einer sozialen Hypersensitivität assoziiert sind, die durch eine Präferenz für eine größere IPD, eine als weniger beruhigend empfundene schnelle Berührung und veränderte neuronale Reaktionen auf Berührung gekennzeichnet ist. So könnte ein Aufschluss darüber gegeben werden, warum Personen mit erlebten Kindheitstraumatisierungen eine erhöhte Anfälligkeit für soziale Dysfunktionen und psychiatrische Störungen im Erwachsenenalter aufweisen. Zudem könnten Therapien beispielsweise durch Achtsamkeitsübungen, Unterstützung durch Tiere oder Körperorientierung an die Hypersensitivität angepasst werden.
de
dc.language.isodeu
dc.rightsIn Copyright
dc.rights.urihttp://rightsstatements.org/vocab/InC/1.0/
dc.subjectKindheitstrauma
dc.subjectKindheitstraumatisierung
dc.subjectSoziale Berührung
dc.subjectBerührung
dc.subjectCT-Faser
dc.subjectSoziale Interaktion
dc.subjectInterpersonelle Distanz
dc.subjectTrauma
dc.subjectPoststraumatische Belastungsstörung
dc.subjectNeurophysiologie
dc.subjectfMRT
dc.subjectMisshandlung
dc.subjectVernachlässigung
dc.subjectMissbrauch
dc.subjectaffektive Berührung
dc.subjectsomatosensorischer Cortex
dc.subjectInsula
dc.subjectHippocampus
dc.subjectBelohnungsnetzwerk
dc.subjectChildhood Maltreatment
dc.subjectSocial Touch
dc.subjectTouch
dc.subjectCT-tactile
dc.subjectAbuse
dc.subjectTrauma
dc.subjectPosttraumatic Stress Disorder
dc.subjectArousal
dc.subjectChildhood Trauma Questionnaire
dc.subject.ddc610 Medizin, Gesundheit
dc.titleDie Auswirkungen von traumatischen Erlebnissen in der Kindheit auf soziale Interaktion im Erwachsenenalter
dc.typeDissertation oder Habilitation
dc.publisher.nameUniversitäts- und Landesbibliothek Bonn
dc.publisher.locationBonn
dc.rights.accessRightsopenAccess
dc.identifier.urnhttps://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5-60125
ulbbn.pubtypeErstveröffentlichung
ulbbnediss.affiliation.nameRheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
ulbbnediss.affiliation.locationBonn
ulbbnediss.thesis.levelDissertation
ulbbnediss.dissID6012
ulbbnediss.date.accepted2020-10-09
ulbbnediss.instituteMedizinische Fakultät / Kliniken : Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie
ulbbnediss.fakultaetMedizinische Fakultät
dc.contributor.coRefereeGeiser, Franziska


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