Prillwitz, Conrad Christoffer: Nicht beeinflusst oder nicht beachtet? Neue Blickwinkel auf die kontraläsionale Hemisphäre bei Rasmussen-Enzephalitis : Eine morphometrische MRT-Studie. - Bonn, 2020. - Dissertation, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn.
Online-Ausgabe in bonndoc: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5-60523
@phdthesis{handle:20.500.11811/8866,
urn: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5-60523,
author = {{Conrad Christoffer Prillwitz}},
title = {Nicht beeinflusst oder nicht beachtet? Neue Blickwinkel auf die kontraläsionale Hemisphäre bei Rasmussen-Enzephalitis : Eine morphometrische MRT-Studie},
school = {Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn},
year = 2020,
month = dec,

note = {Die Rasmussen-Enzephalitis ist eine durch unihemisphärische progressive Atrophie gekennzeichnete, autoimmun vermittelte Erkrankung des Gehirns. Obwohl die zugrundeliegende Pathologie als strikt auf eine Hemisphäre begrenzt angesehen wird, haben volumetrische Magnetresonanztomographie-Studien Atrophie in der als nicht-betroffen bezeichneten Hemisphäre gezeigt. Im Gegensatz zu vorherigen Studien ist die Hypothese dieser Arbeit, dass die kontraläsionale Hemisphäre eine Erhöhung des Volumens der Grauen Substanz als Reaktion auf die ipsiläsionale Atrophie aufweist. Hierfür wurden die Unterschiede im Volumen der Grauen Substanz zwischen 21 Patienten in einem späten, chronischen Stadium der Rasmussen-Enzephalitis und 89 nach entsprechendem Alter und Geschlecht ausgewählten Kontrollprobanden mittels voxel-basierter Morphometrie gemessen. Zusätzlich wurden elf Patienten für welche zu mehr als einem Zeitpunkt geeignete Bildgebungsdaten vorlagen einer longitudinalen Testung unterzogen. Im Vergleich zu den Kontrollprobanden zeigte die kontraläsionale Hemisphäre der Patienten ein höheres kortikales, aber geringeres subkortikales Volumen der Grauen Substanz (alle P-Werte < 0,001, ungepaarter t-Test). In der longitudinalen Testung zeigte sich ein bilateraler subkortikaler Volumenrückgang (P < 0,05, gepaarter t-Test). Das im Vergleich höhere kortikale Volumen der kontraläsionalen Hemisphäre kann als Resultat der kompensatorischen strukturellen Remodellierung in Reaktion auf die ipsiläsionale Atrophie gedeutet werden. Der kontraläsionale subkortikale Volumenrückgang könnte durch die Erkrankung selbst oder deren Behandlung verursacht worden sein. Da die Magnetresonanztomographie das beste verfügbare Verfahren zur Verlaufsbeschreibung der Rasmussen-Enzephalitis darstellt ist eine präzise Beschreibung entsprechender Bildgebungskorrelate von klinischer Relevanz.},
url = {http://hdl.handle.net/20.500.11811/8866}
}

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