Vogel, Gudrun: Management von Arzneimittelinteraktionen in der öffentlichen Apotheke. - Bonn, 2013. - Dissertation, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn.
Online-Ausgabe in bonndoc: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5n-31180
@phdthesis{handle:20.500.11811/5622,
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author = {{Gudrun Vogel}},
title = {Management von Arzneimittelinteraktionen in der öffentlichen Apotheke},
school = {Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn},
year = 2013,
month = feb,

note = {Ziel: In der vorliegenden Arbeit wurde die Qualität des Interaktionsmanagements in öffentlichen Apotheken bewertet und der Effekt einer Standardarbeitsanweisung (SOP) zum Umgang mit potentiellen Arzneimittelinteraktionen untersucht.
Methoden: Zunächst wurde im Rahmen einer Querschnittsstudie der Status Quo zum Umgang mit Interaktionen erhoben. Zur Qualitätsbewertung des Interaktionsmanagements wurde die Zielgröße „Maßnahmenadhärenz“ als Anteil adhärent, d.h. gemäß ABDA-Datenbank bearbeiteter Interaktionsmeldungen einer Apotheke gewählt. Darüber hinaus wurden die Meldungen, die ohne nähere Bearbeitung in der Apotheke ignoriert wurden, gezählt („Override-Rate“). Einflussfaktoren auf die Qualität des Interaktionsmanagements wurden mittels einer logistischen Regressionsanalyse identifiziert. Im Anschluss wurde der Effekt einer im Rahmen der Arbeit entwickelten SOP zum Umgang mit Arzneimittelinteraktionen auf die Qualität des Interaktionsmanagements mit Hilfe einer kontrollierten Interventionsstudie untersucht. Der Einfluss der Intervention auf die mittlere Maßnahmenadhärenz und Override-Rate der Apotheken wurde statistisch analysiert (Bootstrap-t-Test).
Ergebnisse: Der Mittelwert der Maßnahmenadhärenz belief sich auf 31,2 %. Für den Fall, dass die Interaktion näher bearbeitet wurde, nahm die Adhärenz deutlich zu (72,8 %). Die mittlere Override-Rate der Apotheken betrug 54,8 %. Je mehr Meldungen eine Apotheke bzw. ein pharmazeutischer Mitarbeiter detektierte oder je mehr Meldungen bei einem Patientenkontakt gleichzeitig erfasst wurden, desto höher war die Wahrscheinlichkeit, dass die Meldungen ignoriert wurden. Wenn die Meldung in die Rubrik der kontraindizierten Interaktionen eingestuft war, wurde sie mit einer höheren Wahrscheinlichkeit adhärent bearbeitet (OR = 0,4; p = 0,01). Ebenfalls war es von Vorteil, wenn ein Approbierter die Interaktion bearbeitete (OR = 2,6; p < 0,01) oder der Patient selbst für das Management zur Verfügung stand (OR = 0,4; p < 0,01).
Nach der SOP-basierten Intervention konnte für die Interventionsgruppe im Vergleich zur Kontrollgruppe eine um 188,1 % höhere Maßnahmenadhärenz bei vergleichbaren Ausgangswerten nachgewiesen werden (p = 0,04). Die Qualitätsverbesserung war tendenziell mit einer Reduktion der mittleren Override-Rate um 40,5 % verbunden (p = 0,07).
Schlussfolgerung: Im Rahmen der kontrollierten Interventionsstudie gelang es mit Hilfe der SOP, das pharmazeutische Team zu sensibilisieren und eine Verbesserung der Qualität des Interaktionsmanagements zu erreichen.},

url = {http://hdl.handle.net/20.500.11811/5622}
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