Seib-Pfeifer, Laura-Effi: Affektive Kontexteinflüsse auf evaluative Urteile: Ereigniskorrelierte Hirnpotenziale des affektiven Primings. - Bonn, 2020. - Dissertation, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn.
Online-Ausgabe in bonndoc: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5-59971
@phdthesis{handle:20.500.11811/8696,
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author = {{Laura-Effi Seib-Pfeifer}},
title = {Affektive Kontexteinflüsse auf evaluative Urteile: Ereigniskorrelierte Hirnpotenziale des affektiven Primings},
school = {Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn},
year = 2020,
month = oct,

note = {Evaluative Urteile sind Teil des menschlichen Alltags. Sie basieren keineswegs ausschließlich auf den Eigenschaften der beurteilten Objekte, sondern sind sensitiv für affektive Kontextinformationen. Affektive Priming (AP)-Paradigmen bieten Einblicke in diejenigen Prozesse, die den Einfluss affektiver Kontextreize auf evaluative Urteile vermitteln. In vier Studien wurde jeweils ein AP-Paradigma mit der Analyse von Ereigniskorrelierten Potenzialen (EKPs) kombiniert. Negative, neutrale und positive Wörter oder Bilder dienten als Primes, koreanische Schriftzeichen als nachfolgend zu beurteilende Targets. In allen Studien zeigte sich ein AP-Effekt (APE) mit positiveren Target-Urteilen für Targets nach positiven versus negativen Primes. Die vorliegenden Daten deuten auf eine multiple Bedingtheit des APE hin. Zunächst muss die Valenzinformation der Primes zu einem gewissen Grad verarbeitet werden (Typ-1 Prozess). Übereinstimmend mit dieser Annahme ging ein größerer individueller APE mit einer generell tieferen Prime-Verarbeitung, abgebildet in größeren Amplituden aufmerksamkeitssensitiver Prime EKP-Komponenten, und einer verstärkten Diskrimination der Prime-Valenz, abgebildet in Prime-Valenzeffekten in emotionssensitiver Prime EKP-Komponenten, einher. Anschließend muss die Prime-Valenz Einfluss auf die Target-Beurteilung nehmen. Prime-Valenzeffekte in emotionssensitiven Target-EKP Komponenten deuteten auf einen Prime-Target-Informationstransfer als einen solchen möglichen Typ-2 Prozess hin. Diese Effekte waren ebenfalls positiv mit dem Ausmaß des APE assoziiert. Die vorliegenden Daten verwiesen zudem auf mögliche alternative/zusätzliche vermittelnde Prozesse in Form von aufgabeneffizientem Verhalten und/oder Prime-Target Ressourcenkonkurrenz. Das Ausmaß des APE wurde ferner durch die Verarbeitung der Targets selbst moduliert: Ein größerer individueller APE ging mit einer reduzierten Target-Verarbeitung, abgebildet in kleineren Amplituden aufmerksamkeitssensitiver Target-EKP Komponenten, einher. Zudem fanden sich Hinweise auf einen potenziellen Einfluss strategischer Verhaltensweisen der Proband*innen.},
url = {http://hdl.handle.net/20.500.11811/8696}
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