Lehnigk, Carina: Schrumpfungsprozesse als zentrale Herausforderung für die zukünftige Entwicklung von Kommunen im Rahmen der rheinland-pfälzischen Dorferneuerung : dargestellt am Fallbeispiel des Landkreises Mayen-Koblenz. - Bonn, 2021. - Dissertation, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn.
Online-Ausgabe in bonndoc: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5-61680
@phdthesis{handle:20.500.11811/8996,
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author = {{Carina Lehnigk}},
title = {Schrumpfungsprozesse als zentrale Herausforderung für die zukünftige Entwicklung von Kommunen im Rahmen der rheinland-pfälzischen Dorferneuerung : dargestellt am Fallbeispiel des Landkreises Mayen-Koblenz},
school = {Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn},
year = 2021,
month = mar,

note = {Die Herausforderungen und bislang zumeist unbekannten Änderungserfordernisse an bestehende Strukturen, welche sich aus den ablaufenden Prozessen des demographischen Wandels ergeben, sind die momentan gewichtigsten, welche von nahezu allen politischen Entscheidungsträgern moderiert und planvoll gesteuert werden müssen. So sind es in den eher städtisch geprägten Regionen Deutschlands vielfach ablaufende Wachstumsprozesse, die es zu lenken gilt. Es müssen auf der einen Seite Wohnraum und Bauland bereitgestellt und bestehende Infrastrukturen weiter ausgebaut und auf der anderen Seite, in den eher ländlich geprägten Regionen der Republik, oftmals ganz gegensätzliche Dinge angestoßen werden: In diesen Räumen stellen ablaufende Schrumpfungsprozesse auf unterschiedlichen Ebenen und die sich parallel mit der Verschiebung der Altersstruktur der Bewohnerschaft abspielenden veränderten Nachfragen und Bedürfnissen die zentrale Rolle im Verwaltungshandeln. Somit ist es, eingebettet in Landes- und Regionalebene, in erster Linie die kommunale Ebene, welche sich mit den lokal auftretenden konkreten Problemlagen, zuvorderst dem Älterwerden der Einwohner, befassen muss. Hier sind kreative Lösungsansätze, welche oftmals ein interkommunales Arbeiten über die eigenen Zuständigkeitsgrenzen hinweg erfordern, gefragt. So muss u. a. für die Themenfelder Wohnen, Einzelhandel, Dienstleistungen, Mobilität, Freizeit, ärztliche Versorgungseinrichtungen und pflegerische Versorgungseinrichtungen teilweise komplett neu gedacht werden. Anhand des für diese Arbeit ausgewählten Untersuchungsgebiets, den im nördlichen Rheinaland-Pfalz gelegenen Landkreis Mayen-Koblenz, sollen die sich in der Vergangenheit und der Gegenwart ereignenden Abläufe nachgezeichnet und Erklärungsansätze hierfür gefunden werden. Somit geht es gleichzeitig darum, die noch immer geltende Forderung nach landesweit gleichwertigen Lebensverhältnissen ein Stück weit in Frage zu stellen. Im Rahmen eines ausgewogenen Verhältnisses zwischen Innen- und Außenentwicklung wird den zur Verfügung stehenden Instrumenten der rheinland-pfälzischen Dorferneuerung besonderes Interesse zuteil. Wie und in welcher Weise diese dazu geeignet ist, die Prozesse zu begleiten und z. B. durch Schrumpfung brachgefallenen Gebäude baulich aufzuwerten oder einer anderen Nutzung zuzuführen, soll geklärt werden. Insgesamt nimmt eine regional verankerte Baukultur und deren Einfluss auf das Selbstverständnis einer Region eine tragende Rolle in diesem Forschungsvorhaben ein. Über gelungene Ansätze und laufende Projekte soll eine mögliche Übertragbarkeit auf andere Gebietskörperschaften untersucht werden. Dies erscheint notwendig, um exemplarisch Möglichkeiten aufzuzeigen, wie mit einer geringeren Einwohnerzahl und einer gleichzeitig sich verschiebenden Altersstruktur die Zukunftsfähigkeit einer Gebietskörperschaft gewährleistet werden kann. Durch einen Methodenmix werden sowohl quantitative als auch qualitative Daten erhoben werden, die eine Beantwortung der aufgeworfenen Forschungsfragen ermöglichen werden. Die vorliegende Arbeit will einen Beitrag dazu leisten, dass dem vielschichtigen Begriff des Schrumpfens die stets negativen Assoziationen genommen und diese bestenfalls in ein positives Bild umgekehrt werden. So sollen Möglichkeiten aufgezeigt werden, wie es einem sehr heterogen aufgestellten Landkreis gelingen kann, in Gänze seine Attraktivität zu steigern, lebenswert für sämtliche Generationen und sowohl eine anziehende Tourismus- als auch Wirtschaftsregion mit einer Bandbreite an Alleinstellungsmerkmalen sein zu können.},
url = {http://hdl.handle.net/20.500.11811/8996}
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